Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 4 (April 1852)
- Date
- 1852-04-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3129675-3129690-3129695--0413-3132419- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
17 Festpredigt. Kindschaft und Erstgeburt. (gehalten am ersten Tage des Pefach festes 5607 1847 in der Haupt- Synagoge zu Frankfurt a. M.) Wir kennen einen wundervollen Baum, Merkwürdig durch die Wurzeln wie die Früchte; Die Wurzeln füll'n den weiten Erdenraum, Licht heißt die Frucht, die reift in Gottes Lichte. Jahrtausende hat sich der Baum erprobt, Fest stand der Stamm, abfielen dürre. Zweige; Des Feindes Art hat Wider ihn getobt. Die harte Rinde widerstand dem Streiche. Einst ruhen unter ihm die Feinde aus, Und müden Völkern wird er Ruhe bieten; Sein Laubdach wölbet sich zum Gotteshaus: Ich hör' ein Lied von Wahrheit, Recht und Frieden. O, Gärtner, segne deinen treuen Baum, Schirm ihn durch Deine wunderthät ge Rechte! Und bald, in seines Schattens heil'gem Raum, Schenk Frieden unserm streitenden Geschlechte! And. Vers.! geliebte Brüder und Schwestern vom Hause Israel! Seit Jahrtausenden feiert die Gemeinde Israel den heutigen Tag mit begeistertem Herzen als den Tag ihrer Befreiung. Feiert doch der Mensch den Tag seiner Geburt, an welchem er das goldne Licht der Sonne erblickt hat! Heute nun ist der Geburtstag Israels, an welchem es das goldne Licht der Freiheit erblickt hat - N2ON Horch auf und höre , Israel; an diesem Oj?^? N"N) NM OlM Tage bist du zum Volke geworden dem :^N^ Ewigen, deinem Gotte. (5. B. M. 27, 9.) Und so Viel Elend auch über Israel dahingeschritten, so oft und so lange es auch schmachtete unter der Geisse! seiner