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Der israelitische Volkslehrer · 1852-04-01 · Heft 4 (April 1852) · page 11

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
2 (1852)
Issue
Heft 4 (April 1852)
Date
1852-04-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Der zweite Feiertag. 91 in früheren Zeiten das Pe fach fest - hört! - um einen ganzen Monat weiter hinaus verlegt, wenn durch den Winter die Straßen ungangbar, die Brücken in schlechtem Zustande, die Bratöfen für das Pesachlamm zerstört, oder die fern wohnenden Juden, die ihre Reise angetreten, nicht Zeit hatten, nach Jerusalem zu gelangen. (Naim. ZNääused Saekoäesek IV, 5). Solche Rücksichten nahmen unsere Alten — wir meinen die von vor 2000 Jahren — auf die Bedürfnisse des Volks, aufs Leben, das ein Wort mitzureden hat. Deßhalb heißt es auch im NiäraLeK: „die Engel fragen: „wann ist Neujahr und Versöhnungstag N"i 'NQ'tt)? und der Herr antwortet: wir wollen bei der irdischen Religions behörde anfragen" '28) tnkv -N2 ONttl Welchem kühnes, aber treffliches Wort! Gott begibt sich hier gleichsam seiner Stimme, will nicht durch streng bindende Normen die Feste bestimmen, sondern überläßt dieß der menschlichen Behörde, es nach dem Zeiterforderniß anzuordnen. (Vergl. auch Mc!r. k. zu I^evLt. eap. 23,24.) So waren die Alten der alten Zeit sich ihres Rechtes, in die religiösen Dinge gestaltend einzugreifen, stets jugendlich bewußt. Und der neuen Zeit sollte dieses Recht, namentlich bei so klarer Sachlage wie dies bei dem zweiten Feiertage der Fall ist, ganz abhanden gekommen sein? wir sollten keinen Niuda^ — und daß der zweite Feiertag nichts weiter ist, als ein solcher, darin stimmen Alle überein — wir sollten keinen Micka^ abstellen dürfen, selbst wenn das Aufhören seiner Begründung aller Welt einleuchtet? Alle früheren Zeitalter hätten das Recht, die folgenden mit NuckaSim zu überbürden, und kein folgendes hätte das Recht, einen vernunftwidrigen NWKaS abzuschütteln? Dann hätte der Dichter bei Israel zehnfach das Recht, ihm zuzurufen: „weh' dir, daß du ein Enkel bist!" — Deßhalb haben sich die in Breslau versammelten Rabbiner (S. Protok. der dritt. R.-V. S. 208 ff.) entschieden für die Abstellung der zweiten Feiertage ausgesprochen. Sie haben dabei den zweiten Neujahrstag einer besonderen Berücksichtigung empfohlen; nicht etwa, weil die beiden Neujahrstage auch in Palästina einst gefeiert wurden, und zwar als wären sie Ein Tag NWNsN); denn nach obiger Auseinandersetzung

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