Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 3 (März 1852)
- Date
- 1852-03-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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des Gesäuerten am Pesachfeste. „Demnach", ruft hier mancher Leser aus, dem zum ersten Male ein Einblick in dieses Gewirre von sich widersprechenden Meinungen gegönt ist, „demnach dürften wir Backwerk, verschiedener Art, mit Mehl, mit wirklichem Mehl, am Pesach bereiten?" Ja, mein Freund, das dürften Sie, und Sie gingen dabei mit dem Talmud und den hervorragendsten Gesetzeslehrern Hand in Hand, außer Sie müßten strenger in der Observanz sein wollen, als die Talmudisten Akiba und R. Josua benLevi, welcher letztere seinen Söhnen am Pesach befahl: „knetet mir einen Teig mit Milch an!" (?6saMm 36, 1). — Indem wir nun, zu unserer Darstellung zurückkehrend, den ,,^ur" übergehen — der die Meinungen dafür und dawider anführt, sich selbst aber, im Namen seines strengen Vaters Kad>6nu ^seker, entschieden den Gestattenden anschließt — kommen wir zum „Zekulekan ^ruek«, wo sich K. ^086xk Karo, im 8. 462, also vernehmen läßt: 1. „Fruchtsäste ohne Wasser führen durchaus zu keiner verbotenen Säuerung ^'QNO und man darf „am Pesach Ungesäuertes genießen, das mit „Fruchtsäften angeknetet wird, auch wenn es den „ganzen Tag als Teig gestanden. Jedoch kann man damit „das Pflichtgebot nicht erfüllen, weil es „reiches Brod" „( M'UP ist, und in der Schrift ist: „armes Brod" „geboten 0)!) O)^>" — 2. „Fruchtsäfte mit Wasser führen eher zur Säuerung als „jeder andere Teig; dcrrum soll man auf diese Weise keinen „Teig bereiten, und ist es geschehen, so muß er sogleich „gebacken werden." — Hier keine Glosse! — Schon glauben wir wenigstens die Lizenz, Mehl mit jedem anderen Naß außer Wasser am Pesach anzukneten, gerettet zu sehen; schon träumen wir, wie der Mundbäcker Pharao's, von allerlei Koch- und Backwerk, welches uns den Tag der Befreiung versüßen soll. Da kommt wieder der grausame k. Noses Issn-Ies, und mit seinem unbarmherzigen „man soll's nicht ändern", gibt er unsere schönsten Träume den Vögeln des Himmels Preis! Es folgt nämlich in dem §. 4.