Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 3 (März 1852)
- Date
- 1852-03-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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70 Zusammenstellung der Aussprüche über das Verbot hier, wie er glaubte,, als Schlußn orm, den Tert. In ihm fließt noch reines, sephardisches Blut. Aber seinen bündig und kurz gefaßten Text umgeben von beiden Seiten, einengend und erschwerend, wie die Rüstung Saul's, das „Schild Abrahams" und das „Schild David's" und in der Mitte die Glossen des R. Moses Jsserles aus Krakau. Diese polnischen Rabbinen aus dem sechzehnte n u n ^siebzehnten Jahrhundert haben erst die wahrhast belastenden Steine in ihren Hirtentaschen: „man soll's erschweren" ci'QNN^ „man soll's nicht ändern" (N12^ ^1); „wer's erschwert, aus den komme Segen." l^NVNI) (N2"Q 1^ t^2N So auch in der vorliegenden Sache. R. Joseph Karo hält sich im §. 453 ganz an die Worte des „l'ur,« indem er ausdrücklich gestattet, Reis und alle Arten von Hülsenfr üch te n amPesach zu kochen. Da kommt aber der Glossator k. N086L ^8861-168 und fügt hinzu: „Manche verbieten es. In Deutschland halten sie sich an die Erschwerung, und man soll's nicht ändern." Dann kommt der Commentator K.. vÄviä Halevl QNs ^D), gestehet ein, „es ist eine weitgeholte Erschwerung" ^IVIN), fügt aber dennoch sein Siegel hinzu: „man soll's nicht ändern, weil's emmal so Brauch ist" ("12 ^5V> Da war's fertig! Talmud, ^) Alphes, NaiWom,?ur Beth Joseph — Mes gilt nichts; zwei Worte eines Glossators, PS?, siegreichen Pn, das Netz emer sehr beengenden Satzung über Mausende von Familien zu ziehen! — Und dennoch wagten spätere Rabbinen dagegen anzukämpfen! Und der in der vorigen Nummer mehrfach angeführte „OIiaekÄM Tekl« wendet in seiner Erbitterung gegen Aesen so erschwerenden Mißbrauch die harten Schlußworte des 137. Psalm (M^ ''l^) ^) Im Traktat kesaekim 114, 2 wird uns von Rada, einem der späteren Talmudisten (LZ^^I^), die noch strenger zu sein pflegten als die früheren (O'W)N), mitgetheilt, daß er sehr darauf hielt (-iiN'D N1N), am ersten Pesachabend als Zukost (0Karo8etd) Reis zu essen. Und was dieser Rabbi mit Eifer zu thun bestrebt war, das verbieten Hie Rabbiner der jüngsten Jahrhunderte! „Sinn wird Unflnn!" — l O'P^D ^Vd^Q /'DZ) R. <sakod Laal Latturlmwar ein deutscher Gelehrter, und dennoch spricht er sich entschieden gegen jene Erschwerung aus. —