Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 3 (März 1852)
- Date
- 1852-03-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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68 Zusammenstellung der Aussprüche über das Verbot Abschnitte „Hilelwtk Okames uma^a«, Cap. 5. 1, also vernehmen läßt: NO92 VQN OI^Q ^Dd^ 7^ verboten w egen Säuerung am : Pesach sind einzig und allein .'121 N272 PN ^2 N^ON die fünf Kornarten (folgen die s-,^ 7^^Z NI^TZN ^5-5 bekannten 5 Fruchtarten). Die HülsensN^I 7^ sl^ NI^N 725^ aber. Reis, Hirse, Bohnen, ,7N2 ^1^21 O^Z)1 ^?1S1 Linsen und dergleichen —bei diesen ist ,»5, .....^ in keiner Weise an Onavi^ (Säuerung) ^7 17'Ott ^7d^ ^VN OI^Q P2 denken. Ja, sogar, wenn man Mehl PNNN2 12 ^1^21 Nld^ NQP von Reis oder jeder ihm gleich ge- ' i achteten Frucht, mtt helßem Wasser 1Q2 N^N^ N)) ON222 1NO21 anknetet, mit Tüchern zudeckt, bis >^ es aufgeht wie ein gesäuerter ,^ONN^ cx eig, so darf solches dennoch genossen 55/tt /VI^N ,N?^2 werden. Denn man kann dieß nicht Säuerung, sondern nur ein Sauerwer- : ^IMO den (eig. Fäulniß) nennen." Auch hier, am Ende des zwölften Jahrhunderts, noch keine SpurvonVerbot! — Im dreizehnten Jahrhundert scheint es zuerst in Frankreich, wo der überstrenge Rabbinismus sich so fanatisch .gegen die denkenden Rabbinen Hispaniens ausließ, da und dort in Uebung gekommen zu sein, sich der Hülsenfrüchte zu enthalten. Denn dieser Brauch kommt zuerst in dem „kleinen Gesetzes-Coder" P'DO) des R. Isaak aus Cor bei! vor, welcher in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts lebte. Ihm aber entgegen tritt dann R. Jakob den ^seker, Verfasser der ^rda Lurim, welcher sich im Oraek ^kaM Cap. 453 also ausspricht: „Das sind die Fruchtarten, womit man das Gebot des Ungesäuerten erfüllt, nämlich mit Waizen, Gerste, Spelt, Hafer und Roggen, aber nicht mit Reis und anderen Früchten; diese können auch nicht zur Säuerung kommen, und von diesen darf man auch kochen c^2N?NQ -!NM> Ebenso verhält es sich mit allen Hülsenfrüchten. Manche wohl verbieten Reis und sonstige Hülsenfrüchte zu kochen, weil sich Kornarten darunter vermischt finden. Doch ist dieß eine übertriebene Erschwerung, und man hält sich nicht daran (p l^N) tt*?1>" So schrieb dieser Mann noch am Ansänge des 14.Jahrhunderts. —R.Joseph Karo, in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts,führt im Commentar zu dieser Stelle die Worte des R. ^eruekam an, welche lauten: „Diejenigen, welche den Brauch haben, am Pesach-