Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 3 (März 1852)
- Date
- 1852-03-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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oder der Anfang des zweiten Buchs. 57 Gluth, jeden Augenblick geeignet, die Welt zu neuen mächtigen Kämpfen 'zu entzünden. — 2. Nun, was ist dein Beruf, was ist dein Antheil, mein Jsraelite, mitten in diesen Stürmen einer ausgewühlten Zeit? Was ist es, daran du gemahnt werden sollst an diesem Scheidewege eine^ halben Jahrhunderts? Du, Glaubensgemeinde Israel? denn als Einzelne habt ihr keinen anderen Antheil, als alle übrigen Söhne des Vaterlands, denn ihr stid und könnt nichts anderes sein, als diese; aber als die Gesammtheit der Bekenner eines besondern heiligen Glaubens seid ihr berufen, selbständig unsere Aufgabe zu erfassen und zu lösen. Euer Glaube auch ist jene wunderbare Leuchte, jene räthselhaste Flamme, die da, wie der brennende Dornhusch, in nngeschwächtem Glänze zu strahlen und zu leuchten bestimmt war, bis die Welt mit Licht würde erfüllt und durchdrungen sein, und ihr solltet sie warten und Pflegen diese Flamme, daß sie nicht erstickt werde in dem Schutt und Wust trauriger Zeiten. Aber, ach,'dieses Licht brennt wohl noch immer ungeschwächt; noch dauert die wunderbare Erscheinung fort 1^ ,^2 WON vaß die Flamme, vor Jahrtausenden angezündet, noch immer fort leuchtet und brennt, und strahlt und wärmt; aber nicht wie Moses eilen wir hin, um dieses Wunder anzuschauen und darüber nachzudenken; nein, wir gehen gleichgültig daran vorüber. Die Gluth des Glaubens, an der allein wir Jahrhundertelang uns gewärmt, die allein Jahrhunderte lang uns geleuchtet, wir verachten sie nun, gehen stumpfsinnig an ihr vorüber bei dem neuen Lichte, das uns aufgegangen, dem Lichte der Freiheit. Wo sind sie, die da mit warmen Eifer für die Entwicklung ihres Glaubens, gleich Moses, sprechen möchten :nm^N Nttinn NU NdNM tt) NlOtt „laßt uns doch hingehen und diese wunderbare Erscheinung ins Auge fassen," laßt uns doch der Erhebung unseres Glaubens uns hingeben, auf daß durch ihn, durch sein reines ursprüngliches Licht die Welt ihrer Bestimmung, die Menschheit der reinen Liebe zugeführt werde! Und selbst da, wo scheinbar für die Umgestaltung des Glaubens gehandelt, selbst da, wo für die Erhaltung der alten Gluth vorgeblich gestritten wird, auch da