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Der israelitische Volkslehrer · 1853-11-01 · Heft 11 (November 1853) · page 22

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 11 (November 1853)
Date
1853-11-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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!M BrM über PHWe ZMOe in PaM. Dcr Horbet,er lle Gebehe rezitando laut vor:;tzie Gemeinde hat nicht, fetten Response», welche aber nicht MartMixt ge^ schrieen, sondern mit Orgelbegleitung. gesungen werden;i die Orgel wird hier nämlich auch am Sabba^th gespielt. Kie Gemeinde steht aber unter demselben Rabbiner, so daß, was izn der Hauptsynagoge als eine Entweihung des Sabbaths unterbleibt, hier als zpr Vermehruyg der Weihe benutzt wird! — Sonderbar, und doch, so ist ßs! — Besonders feierlich ist bei den Portugiesen das Ausheben der Thora. Vor dem Vorlesen wird die Thora in. dm MW gehoben und das N^fl gesprochen; sehr sinnig? , was übrigens auch in der Hauptspnagoge nachgeahmt wird. Das? Aufrufen der Thora geschieht in franzosischer Sprache, alles Uebrige ist hebräisch. Eigenthümlich, aber schön und erhebend ist der Gebrauch, daß , wenn vom Vorbeter der PriestersegM gesprochen wird, mit Anstand und geräuschlos bei den Groß? eltexn. oder Eltern die Söhne und Enkel sich zum^ Empfange des Segens versammeln; und so lange der Vorbetey den: Segen spricht, bleiben nun iu der Männer - und Frauensynagoge Gruppen gebildet, in welchen Großeltern ihren Söhnen und diese wieder den ihrigen die Hände segnend auf das Haupt gelegt halten. Es ist diese Handlung so rührend , ansprechend, gemächlich und weihevoll, daß sie mir Thränen aus den Augen lockte. -- Reformensind nicht eingeführt; übrigens ist es hier weniger fühlbar — denn es herrscht An-, dacht und Wohllaut, obgleich der Gottesdienst zu; lange dauert; am Sabbathmorgen von sieben bis zehn ein halb Uhr, was immer zu tadeln ist und in einem wohlgeordneten Ritus nur durch geeignete Kürzung der Gebetevermieden! werdenkann. Predigt war auch hier nicht; der Großrabbinerder auch diese Synagoge zu pastoriren Hat, predigthiev mw an Festtagen. Außer diesen beiden Synagogen bestehen noch viele kleine Betversammlungen, die sogenannten Mmjanim» was in dieser großen Stadt natürlich und nochwendig ist. Man hegt? übrigens die Absicht, noch eine Hauptsynagoge in einem andern Theite der Stadt zu erbauen, damit auch die Inden, welche in jenem Stadttheile wohnen, ebenfalls einen geordneten Gottesdienst besuchen können. — Genug für heute; in meinem nächsten Briefe ein Weiteres, worin ich das. israelitische Schulwesen zu Paris, das manches Löbliche und Anerkennenswerthe darbietet , beleuchten werde. — Leben Sie wohl! Ihr P r ä g e r. —^-D^IM^Z^G^—

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