Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Volkslehrer · 1853-11-01 · Heft 11 (November 1853) · page 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 11 (November 1853)
Date
1853-11-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/3129675-3129704-3129716--0913-3132296
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

272 Zur israelitischen Geschichte. sorgfältig darüber berathen, daß ja nicht die schaale Ansicht geltend gemacht wurde, als solle man nur die rein sittlichen Erzählungen, Gesetze und Grundsätze zusammentragen; vielmehr muß jedes religiöse Saatkörnchen mit aller Behutsamkeit und tüchtiger Sachkenntniß aufgenommen werden, und nichts darf bloß deßhalb ausgeschlossen werden, weil es sich nicht dem gemeinen Verstände sofort offenbart. Die biblische Neligionsanschauung und Lchrweise muß vollständig gewahrt werden. — Ob die Jugend die allerdings viel kräftigere Ursprache erlernen soll, ist nicht Gegenstand unsrer Prüfung; es bleibt der Wahl der Eltern anheimgestellt. — Das biblische religiöse Element enthält aber sehr vieles , das einer klaren Auffassung nahe gelegt werden muß, pnd dies ist der Gegenstand, über welchen wir hier zu sprechen uns vorgesetzt haben. (Fortsetzung folgt.) A-V. Äriefe über Mische Zustände in Paris. Von Rabbiner Präger. I. ( Synagogenwesen.) Während Sie, geehrter Freund, in Ihrem geliebten Frankfurt ruhig, aber thätig die Pflichten Ihres Berufes erfüllen, eilte ich, unruhig und doch unthätig, dem allgepriesenen Paris entgegen. Von dem Getümmel dieser Weltstadt nun in den einfachen, stillen Kreis meiner Familie und meines Berufes zurückgekehrt, lebe ich das Erlebte in der Erinnerung nochmals durch, und entspreche darum gern Ihrem Wunsche, Ihnen einige, ich hoffe nicht uninteressante Mittheilungen über die Zustände unserer Glaubensbrüder in Paris zu machen. Schon die Reise, geehrter Freund, gewährte mir ein unendliches Vergnügen. Die schönsten Gärten, die lieblichsten Landhäuser, die lockendsten Rebanlagen, besonders in der gepriesenen Champagne, ergötzten das Auge, das, bei aller

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.