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Der israelitische Volkslehrer · 1853-11-01 · Heft 11 (November 1853) · page 7

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 11 (November 1853)
Date
1853-11-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Zur israelitischen Geschichte. 265 3». Zur israelitischen Geschichte. Von vr. I. M. Io st. (Fortsetzung von No. 32.) ' Um nun ganz offen und unumwunden Alles, was hierher gehört, zu besprechen, wollen wir eine wichtige Frage, die in den letzten fünfzig Jahren mehr als jemals die Aufmerksamkeit ernster Denker in Anspruch genommen hat, erörtern. Sie ist fär das Erziehungswesen von der höchsten Bedeutung, und von der Art ihrer Beantwortung wird die Geistesrichtung kommender Geschlechter bestimmt. Sie lautet einfach: Ist die heilige Schrift, nämlich die vollständige Sammmlung aller der 24 Bücher, ein Werk für die Jugend und für das Volk? Entspricht es dem Zwecke der Volksschule und der religiösen Durchbildung, welche sie zu begründen hat, derJugend die Gesammtheit der heil. Schrift in die Hand zu geben? Wir stellen die Frage ganz unverhüllt hin, wie sie unter tausenderlei Gestalten, ohne immer geradezu hervorzutreten, aufgetaucht ist. Sie war ein nothwendiges Erzeugniß der Zeitbewegung und konnte nicht ausbleiben. Die erstaunlichen Fortschritte der Erkenntniß seit den Staatsumwälzungen zu Ende des vorigen Jahrhunderts zeigten auch dem minder gebildeten Volke, daß unendlich viele Lebensverhältnisse, wie sie herkömmlich bestanden, eine gänzliche Umbildung erfahren müßten, und diese trat ein, bald durch furchtbare Erschütterungen, bald durch weise Anordnungen der Staatsbehörden. Alle Geister, von der umfassendsten Durchbildung bis zu dem einfachsten Mutterwitz herab, wurden von der Neuheit der Anschauungen ergriffen; man ward sich des Widerspruches, den sie gegen veraltete Gewohnheiten und Einrichtungen erhoben, immer mehr bewußt, und suchte denselben sich zu entwinden. In der Außenwelt drängten die Ereignisse zu unendlich vielen Umgestaltungen; im Innern ging das nicht so

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