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Der israelitische Volkslehrer · 1853-10-01 · Heft 10 (Oktober 1853) · page 24

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 10 (Oktober 1853)
Date
1853-10-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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254 Der Mensch im Lichte der Religion. bens zum Heile. Denn wie auf irdischem Gebiete der Hauch aus unserem Munde die doppelte Eigenschaft hat, daß er heiße Gegenstände kälter machen, und kalte Gegenstände erwärmen kann, so soll der Mensch auf höherem Gebiete den Seelenodem ^O^I) nützen, daß er der heißen Gluth des Herzens Ueberlegung, daß er der kühlen Ueberlegung des Geistes Gluth einhauche. — Ueber beiden throne die Seele, wie im Tempel das ewige Licht Altar und Priester erleuchtete. — Und in Wahrheit! nur dann, m.Z., wenn dein Gefühl erleuchtet wird, daß dein heißblütiges Herz dich nicht auf Abwege führe, und nur dann, wann dein Gedanke erwärmt wird, daß dein kalter Verstand dich nicht Gott und der Menschheit entfremde — dann nnr kannst du auf Erden glücklich sein, denn in der Harmonie deiner Gefühle und Gedanken hast du den Seelenfrieden. — Niemand kann dir ihn stören, Niemand als du selbst! — Frevelt dein Herz im Ungestüm der Genußsucht gegen sich selbst und im Ungestüm der Gewinnsucht gegen die Welt; frevelt dein Geist in unruhiger Zweifelsucht gegen Gott, indem er die Vernunft als rechtsverdrehenden Anwalt gegen Gott und Gewissen mißbraucht: wehe dir! dann gilt von dir das heute vernommene Wort des Propheten: ^Dv!2j?v^ die Frevler sind wie ein au fgewühltes Meer, das nicht ruhen kann; kein Frieden, spricht mein Gott, den Frevlern! — Aber wenn bei dir, wie in diesem Abende so immerdar, Herz und Geist, Licht und Wärme, Pflichtgefühl und Pflichtverständniß schöpfen aus dem ewigen Lichtquell der Seele; wenn beide Beides finden in ihr, die beglückende Ruhe und die strebende Bewegung, wenn, wie am gestrigen Abende so immerdar, dein Herz seinen Schwerpunkt findet in reiner Liebe; wenn, wie am heutigen Morgen so immerdar, dein Geist seinen Schwerpunkt findet in beseligender Erkenntniß: dann Heil dir! dreimal Heil! — Dann wie einst der Psalmist zu Gott sprach, so können wir dir zurufen: Vitt ^wtt Heil dir , o Mensch "5!1V der du deine Stärke hast in dir selbst, wenn näm-

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