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Der israelitische Volkslehrer · 1853-10-01 · Heft 10 (Oktober 1853) · page 25

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 10 (Oktober 1853)
Date
1853-10-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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Die Seele, das ewige Licht im Tempel. 2S5 lich die Menschen den Weg zum Glücke sich im eigenen Herzen bahnen. Dann kann kein Wechsel des Geschickes dir etwas anhaben; du ziehest durchs Thränenthal, es wird dir zur Lebensquelle; Regenstürme, sie mögen kommen wann sie wollen, im Frühling oder im Herbste, in der Jugend oder im Alter, dich werfen sie nicht um, du träqst deinen Segen und deine Kraft in dir selbst.— O Seelenfrieden, heilige Stille des Gotteshauses, webe und walte über uns, wie jetzt so allezeit, und dein hohes Gut empfehle sich allen hier Versammelten als den Hüter ihrer irdischen Seligkeit! — U Aber die irdische Seligkeit erschöpft unsere Hoffnung und unser Glück" nicht. Wir haben vor einer Stunde eine ergreifende Feier begangen, welche dem Andenken unserer Dahingeschiedenen gewidmet war. Unsere Seele fühlt sich heute, an diesem himmlischen Seelentage, auf den lichten Schwingen der Religion zum Lande der ewigen Verheißung erhoben, und darum heiße das große Wort, das ich euch noch nennen will— » Seelenheil!-- Wir haben die Seele das ewige Licht im Tempel genannt. — Wart ihr noch nie in stiller schweigender Nacht in emem Gotteshause? wann alle Besucher entfernt, und alle Lichter erloschen waren und nur das ,Mr wmiä", das ewige Licht, den schauerlichen bebenden Strahl ergoß? — In solcher Stunde, erzählt die. Sage, stiegen die Seelen vom Himmel nieder und hielten in dem gewohnten Hause ihren Gottesdienst. — Und der Sinn dieser Sage ist kein anderer, als daß in solch heiliger Stille die Menschenseele sich wie ihres Körpers entkleidet fühlt, und es ist ihr im Schauer der Einsamkeit und des Helldunkels, als sei sie umgeben von höhern Geistern, wie dort Jakob im nächtlichen Gesichte, als die Ueberirdischen zu ihm niederstiegen, tief ergriffen ausrief: NO wie schauervoll ist dieserOrt; üM^tt n'2 Od? '2 N! ja, das ist Goteshaus, iv^ Ml und das ist die Pforte des Himmels. — Und wir, m. Z., — nicht

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