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Der israelitische Volkslehrer · 1853-10-01 · Heft 10 (Oktober 1853) · page 14

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 10 (Oktober 1853)
Date
1853-10-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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244 Der Mensch im Lichte der Religion. der Geist heute als Priester einkehrt zur Versöhnung ins Heiligthum, IliW bis er sich heute Abend wieder hinaus wendet in die Welt, damit der Geist eine Sühne bewirke für sich und sein Haus, d.i. der Leib, nicht blos für heute, sondern für's ganze Jahr. Denn es kann der Mensch nicht immer im Gotteshause wohnen, nicht immer Versöhnungstage feiern, nicht immer dem Geistigen leben — aber dem hier Aufgenommenen gemäß sein Dasein einrichten; die hier gewonnene Erkenntniß unser selbst draußen bewähren; das heute klar erschaute Verhältniß zwischen der leiblichen und geistigen Natur auch dann geltend machen, wenn der Leib seine Ansprüche wieder geltend macht; Fehler und Schwächen, heute erkannt, morgen im Auge behalten und bekämpfen, bis sie besiegt sind, bis wieder ein Schatten, wieder ein Flecken vom Geiste weggeleuchtet, ausgetilgt ist: das verlangt Gott; das Verlangt der Versöhnungstag; das verlangt die heilige Pflicht des Geistes, die uns heute bewußt geworden. — Wenn wir daher der Schaar von Menschengeistern, die heute Gott im Chor der Engel lobpreisen, freudig zurufen : '2^' heil den Bewohnern deines Hauses, so müssen wir auch die ferneren Worte beherzigen: n^O "jl^N'' "M so r twährend sollen sie Dich loben, Sela, nicht blos heute, sondern auch morgen, nicht blos hier, sondern auch draußen jn der Welt. — II. Das aber, m. Fr., führt mich auf das Zweite, was wir heute über unsere Menschenpflicht in Betreff des Geistes zu beherzigen haben. Dje Selb st beschauung thut dem Geiste wohl und Noch, aber er kann nicht in derselben verharren. Die Erde ist sein Schauplatz, auf dieser soll er wirken; dieser soll er mit seinem Lichte leuchten; nach der Selbsterkenntniß ist die Grkenntniß der Welt, des Menschengeistes, des Priesters vor dem Herm, heilige, auszeichnende Verpflichtung. —

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