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Der israelitische Volkslehrer · 1853-10-01 · Heft 10 (Oktober 1853) · page 13

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 10 (Oktober 1853)
Date
1853-10-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Der menschliche Geist, der Priester im Tempel. 243 Aber, m. Z., wie wenige Menschen kämpfen ihn ernstlich, diesen Kampf! wie wenige werden nur des Gegensatzes sich klar bewußt! — Essend, trinkend, schlafend, gedankenlos ziehen die Meisten dahin — und was ist von ihnen zu sagen? — Der heil. Sänger im 49. Ps. sagt es euch: P2' tt^ "^2 LN55 ein Mensch in seiner Würde, der nicht darüber nachdenkt, ION) N1ON22 der ist dem Thiere zu vergleichen, mit diesem zusammenzustellen! — Siehe, darum kommt alljährlich dieser große, einzige Tag, der ruft der gedankenlosen Menschheit zu: halt an! ich zwinge dich zur Selbsterkenntnis daß du der Hoheit deiner geistigen Natur dir bewußt werdest! — Und darum ist dieser Tag, 11S2 MA, ein Fasttag, damit nicht auch am Versöhnungstage blos die Angelegenheiten des Leibes die Andacht beschäftigen. — Das Judenthum verwirft sonst das Kasteien und Selbstpeinigen, und unsere Talmudlehrer nennen den Nasiräer geradezu einen Sünder. Wenn nun das Judenthum in der Kasteiung am heutigen Tage gleichsam in Gegensatz zu sich selbst tritt, so will es durch dieses außerordentliche Mittel nur den Menschen zum Bewußtsein des Gegensatzes in ihm selbst bringen; wenn es in diesem Tage gleichsam aus seiner Regel herausgeht, so geschieht es nur, um den aus der Regel seiner Natur herausgegangenen Menschen, der als geistig bevorzugtes Wesen der Sinnlichkeit sich untergeordnet, wieder zur Regel zurückzuführen, indem der Geist heute die ihm gebührende Herrschaft zurückempfange. Und sind nun die sinnliche und geistige Natur das ganze Jahr im Streite, ON'^ "121 552^ O'N^ttN nxvorG ottkomme heute die Sache beider; O^tt "iwtt den Gott schuldig spricht, — und der schuldig gesprochen wird, ist der Leib, aus welchem alle Schwächen und Anfechtungen kommen — 1N!N^> O')^ O^, er bezahle heute als Sühne das D oppelte seinem Nächsten, dem Geiste, damit das Gleichgewicht und die Versöhnung beider wieder hergestellt werde.— ^>N1552 MN' 55 LNtt Und nichts Irdisch-Menschliches sei heute in der heil. Gotteswohnung, w"?j?2 1S2^> 15522, wenn

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