Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1853)
- Date
- 1853-10-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Der menschliche Geist, der Priester im Tempel. 244 seinen Anliegenheiten und Wünschen nahe lag und beschäftigen sollte, so ist der heutige Tag ein Tag des Geistes; des Leibes Anliegenheiten und Bedürfnisse liegen uns serner, und darum, wie der Versöhnungstag steht über dem Neujahrstage, wenn gleich beide in unserem Religionswesen innig zusammengehören, alm den der Anregung bedürftigen Menschen zu heben und zu läutern: so muß auch die Betrachtung, dem Geiste geweiht, höher stehen, als die wir jüngst dem leiblichen Wesen gewidmet haben, wenn gleich beide innig zusammengehören, um als irdisch geschaffenen und himmlisch erleuchteten Wesen die Hoheit der Menfchenpflicht in ihrer Mannigfaltigkeit und Einheit darzustellen. — Und da wir nun heute den Geist einführen in das Gottes- - zelt der leiblichen Menschenwohnung, "MO in das Zelt der Zusammenkunft mit Gott, und da wir selbst heute, and. Vers., den ganzen Tag im Gotteshause verweilen, hier wohnen, — wie herrlich, wie göttlich schön bietet sich uns in unserem köstlichen 84. Psalm der fünfte Vers, als der unserem gestern abendlichen Terte nachfolgende, zum Führer bei der heutigen Betrachtung an! — Dieser Vers lautet: ,"^12 ^DV? ^Vd5 Heil den Bewohnern deines Hauses, :N^D ^I^N'' Fortwährend sollen sie dich loben. Sela. Dieß unser kurzer, wohlvertrauter Tert! — Möge auch das, was wir an denselben anreihen, sich dir tief einprägen, heilig vers. Gemeinde, zur Erquickung und zur Beseligung, für heute und allezeit. Amen. I. Der menschliche Geist ist ein Priester Gottes: der Leib ist sein Tempel; und in diesem soll er — das ist das Erste was wir zu beherzigen haben — im Lichte der Selbsterkenntnis den heiligen Dienst verrichten. — Menschensohn, vom Vater ausgezeichnetes Kind, erkenne, würdige deinen Vorzug! — Wir schilderten in der Neujahrs-