Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1853)
- Date
- 1853-10-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Mensch im Lichte 5er Religion. Neuerung niedertauchen in den erfrischenden Urquell des Geistes, damit wir fühlen und erkennen, was der Geist sei, und wozu wir ihn empfangen, damit der Geist Gottes, „Ruaok Mokim", lichtschaffend webe und walte über den Wogen unserer heiligen Andacht. Segne darum, o Gott, an allen hier Andächtighörenden Dein heiliges Wort, O^OV NN NI^NN^ daß es neu belebe den Geist der vor Dir fich Demnthigenden, damit wir, auf die Höhen der Erde emporgetragen, vernehmen den himmlischen Ruf: ^71 sollst deine Seligkeit empfinden in Sott. Amen. And. Zuhörer! geliebte Brüder und Schwestern! Wir haben in den Menschentempel, welchen wir am heiligen Neujahrstage im Lichte der Religion vor euern Augen auferbaut, am gestrigen Abende unter ergreifendem Gesänge und in andachtglühender Stimmung den Altar eingesetzt, dflB menschliche Herz. Was haben wir heute zu thun? — Der Tempel ist fertig; der Altar ist errichtet — was haben wir zu thun? — O das liegt sehr nahe! — Wir haben den Priester ins Heiligthum einzuführen, welchen Gott erwählt, und das ist der Geist — iNtt n^O' iwtt, welchen Gott mit heiligem Salböl gesalbt; N55 Iwttl, und welchen er geweihet hat, l'M NNN ZND^, an der Stelle seines himmlischen Vaters auf Erden den Dienst zu versehen; Nü,"! NüD, er soll sich kleiden in Linnengewänder, in weißstrahlende, lichtblinkende, N)O, in die heiligen Gewänder der Reinheit und Klarheit — wlpn x^ NKN, also soll Ahron, soll der Gottgeweihete Menschengeist, kommen in das Heiligthum! Und wie einst der Hohepriester an diesem größten Tage eintrat ins Allerheiligste, seines hohen Berufes über allem Volke sich bewußt werdend , so soll heute der Geist einkehren in sein Innerstes, daß er sich bewußt werde, welchen Vorzug vor dem Volke aller Erdenwesen i-hm eingeräumt der Herr, und welche heiligen Verpflichtungen daraus für ihn hervorgehen. — Zu solcher Betrachtung, zu solchem Bewußtwerden eures geistigen Menschenberufs, darf ich euch heute auffordern, and. vers. Zuh.! Denn wenn uns am Neujahrstage der Leib Mit