Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 9 (September 1853)
- Date
- 1853-09-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Leib, ein Tempel Gottes. 229 gen nach Leben und deine Bitte um Auskommen hier vor dem lebendigen Gott, ON^ derBrod gibt aller Creatur. Aber hier vor Gott soll dein irdisch Leben sich verklären, daß auch dein leiblich Wesen sich sehne nach Gott; hier sollst du zum Bewußtsein kommen am Tage heiliger Selbstwußtwerdung (sN2?N Ol'), wozu du es von Gott empfangen, daß dein Leib eine Wohnung des Höchsten sei daß dein Leib eine „Synagoge" (NO^ N^ü), ein Sammelhaus aller besseren Empfindungen und Gedanken werde, daß dein Leib eine „Schule" sei, worin dein innerer Mensch, das Kind Gottes, seine Pflichten erfahre und üben lerne. — Mit solchen Gedanken verweile im Gotteshaus, und die Wünsche für des Leibes Roth und Bedarf, welche du hier vor deinem himmlischen Vater aussprichst, sie werden im Auesprechen dir klar werden, daß du erkennest, was dir gut sei, daß du über die Sorge um das kurze Erdenleben nicht vergessest die Ewigkeit, in welcher Gott dich von Gotteswohnung zu Gotteswohnung führen wird, um dir die unendliche Herrlichkeit seiner Welt zu zeigen. — Und kommt ihr dann mit solchen Gedanken aus dem Gotteshause in euere Familienwohnungen heim, dann wird der Reiche voll Demuth sein, und der Anne voll Hoffnung; denn ihr bringet Gott mit nach Hause. — Und dieser wahrhaft fromme Lebenssinn, der das Irdische nicht verachtet, sondern heiligt, er wird auf alle euere Hausgenossen übergehen, er wird sie heiligen heute und morgen, ->NO1 ONl^v'? QI'N daß sie jetzt ihre Pflichten freudig üben und in Zukunft empfangen den süßen Lohn der Selbstbeherrschung. Und wenn ihr euere Kinder sehet, in deren leiblichen Gefäßen, aus euerem Thon bereitet, Gott, der lebendige Gott, euch seinen Geist eingeschenkt hat, daß ihr mit der frommen Hanna begeistert ausruft: l^n^l» ptt, es ist kein Hort wie unser Gott; v^ttD "^2 ptt, es ist kein Bildner wie unser Gott, und ihr beim Anblick euerer lieben Kinder, in denen Gott seine liebste Wohnung hat, andacht- und liebeglühend ausruft: » NN'"!' NQ, wie freundlich sind diese deine Wohnungen, Herr der Schaa-