Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 9 (September 1853)
- Date
- 1853-09-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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228 Der Mensch im Lichte der Religion. das sind die Leidenschaften und sinnlichen Begierden; ">)NO ."Ml darum soll dein Lager heilig sein. — Dahin strebt deßhalb die Lehre Israels, dahin ist in allen ihren Gesetzen ihr ganzes Augenmerk gerichtet, den ganzen Menschen zu heiligen, auch die leibliche Natur zu heben, zu läutern, sie nicht in heidnischer Weise als an und für sich schlecht und von Gott abgefallen, als Satanswerk und finstere Höllenschlucht zu verwerfen, denn auch sie ist von Gott durchdrungen und erleuchtet (I^I» ^O), dessen Herrlichkeit erfüllt die ganze Erde. Und wie der Tempel Gottes, wo du den Höchsten verehrest, heilig ist, so gilt auch vom Leibe des Menschen das Wort: NN wlj? NONN, er ist h eiliges Erdreich, wenn du in ihm den Höchsten verehrest, durch ihn das Höhere auf Erden fördern und mehren hilfst. Und das, m. Fr., das, andächtig vereinigte Br. u. Schw., das ist der hohe Vorzug und Vortheil des religiösen Lebens, daß es eine Stütze und ein Heilmittet wird selbst für das leibliche Leben. Auch der Verstand sagt: erhalte dein leibliches Dasein; auch die Vernunft spricht; beherrsche deine leibliche Begier; aber da ist's aus; darüber hinaus geht nichts , und das fernere Mittel, wie die Begier zu beherrschen sei, bleibt ungenannt. Da kommt die Religion und fügt das Dritte und Höchste hinzu: heilige dein leibliches Wesen! Erhebe dich über den Staub, behalte dein himmlisches Vorbild vor Augen, und der Fittig der Unsterblichkeit umwehe dich. Ntt 55^1 Da erkennt der Jsraelite die gewaltige Hand, die liebende Vaterhand, welche vom Himmel herabreicht, um den ringenden Sohn zu erfassen und emporzuziehen. O ergreife sie mit Innigkeit, die dargebotene Vaterhand; ergreife sie in diesen heiligen Tagen, in deren Feier dir eines jener göttlichen Heilsmittel geboten ist, um deine ganze Natur zu läutern, auch deine leibliche Hülle zu heiligen vor Gott, zu einem Tempel Gottes! Wie leibliche Füße dich ins Gotteshaus tragen, wie eine Zunge von Fleisch und Blut hier lobsingt dem lebendigen Gott, also sollst du deine leiblichen Wünsche und Bedürfnisse nicht zu Hause lassen; du sollst sie mitbringen ins Gotteshaus; du sollst vorbringen dein Verlan-