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Der israelitische Volkslehrer · 1853-09-01 · Heft 9 (September 1853) · page 16

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 9 (September 1853)
Date
1853-09-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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220 Der Mensch im Lichte der Religion. hören nach dem menschlich-schmerzlichen Ruf: „denk' nach!" den menschlich-freudigen Ruf: „versöhne Dich!" —und emporgehoben über den Wechsel der Zeiten, begrüßen wir den großen Tag des Herrn, da die Posaune ertönen wird zu unserer und der Menschheit Befreiung, und auf der erhabenen Höhe der Zukunft Staat und Religion,in dem reinen Gottes- und Menschenthume ihre Erneuerung, feiern! — Erhab'ne Zeit! — Tag des Gerichts! — Ich streb' empor, ein Kind des Lichts — Posaunenschall erfüllt mein Ohr; Mich rufet Gott: empor! empor! — Sein heiliger Name, der Ewige, Einzig-Einige, sei gelobt und gepriesen jetzt und in alle Ewigkeit. Amen. Der Mensch im Lichte der Religion. Zweiter Vortrag. 3Ä. Der menschliche Leib, ein Tempel Gottes. (Neujahrs - Betrachtung.) Tert: Psalm 84, 2. 3. (Gebet.) Allmächtiger Gott! Wiederbringen wir Dir zu des Jahres Anfang, ^127 zur Erinnerung an den ersten SchöPfungStag, unter Jubelschall und Hallelujagesängen die Huldigungen unseres anbetungsvollen Herzens dar. In wunderbarer Glorie und Majestät hast Du Dich enthüllt, indem Du — wir verhüllen vor dem Wie? gleich dem Engel unser Angesicht — in einer unermeßlichen Zahl von sichtbaren Welten und lichtvollen Erscheinungen Dein unsichtbares, glorreiches Wesen offenbartest. Und so ist eS, als ein Abglanz Deiner unvergleichlichen Herrlichkeit, auch in uns der Geist, der unsichtbare, der in äußeren Werken vermittelst eines wundervoll gebildeten Leibes sich offenbart. "jUtt Ich danke Dir, daß ich so wunderbar ausgezeichnet bin; erhaben sind Deine Werke, und meine Seele empfindet es tief! (Ps. 139, 14.). So nimm denn vor Allem zu des Jahres Ansang unseren innigen Dank, daß Du uns am Leben erhalten, unseres Leibes Leben vor deinem Angesichte bestätiget, bereichert und erquickt hast mit deinen Wohlthaten wieder ein Erdenjahr hindurch, damit wir Dir, das ist: dem Geiste, es widmen mögen in dem begonnenen neuen, ach, bald wieder alten Jahre! —

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