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Der israelitische Volkslehrer · 1853-08-01 · Heft 8 (August 1853) · page 14

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 8 (August 1853)
Date
1853-08-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
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M Die Umgestaltung der religiösen Zustände auf diesen wichtigen Umstand hingewiesen, keine Orthodoxie der Dogmen. — Die Lehre vom Dasein eines einzigen Gottes, dem Eigenthümer des Himmels und der Erde; die Lehre von der Geistigkeit dieses höchsten Wesens und seiner Untheilbarkeit; die Lehre, daß dieses höchste Wesen der Schöpfer, Erhalter und Regierer der Welt ist, und diese, als eine sehr gute, ihre Einheit und die Versöhnung ihrer Gegensätze finde in dem einzigen Gott, dessen Herrlichkeit in seiner ewigen Güte liegt; die Lehre, daß dieses höchste Wesen sich in der Vorzeit ein Volk aus den Völkern erkoren, diesem Volke durch Moses seine heilige Lehre geosfenbart, deren Urgrund das Wissen von- Gott und die Liebe des Nächsten ist, damit Israel durch dieselbe allen Völkern der Erde in der Erkenntniß und in der Pflichtausübung als ein heiliges Volk voranleuchte; die Lehre von der Freiheit des Menschen, seiner Zurechnungsfähigkeit und Verantwortlichkeit für seine Handlungen, denen Gott ein ewiger und unparthciischer Richter ist; die Lehre von der Würde des Menschen als dem Ebenbilde Gottes und seiner hohen Bestimmung, gelegen in seiner Vervollkommnungsfähigkeit; die Lehre, daß der Mensch durch die Sünde von Gott sich lossage, durch die Buße aber wieder zu Ihm zurückkehre, selbst, ohne Vermittlung, denn unser Verhältniß zu Gott ist ein kindliches, unmittelbares; die Lehre vo dem hohen Werke der göttlichen Erziehung sowohl am einzelnen Menschen, welchen Gott zu einem höhern Dasein nach dem irdischen Tode, als auch an der gesammten Menschheit, welche Gott zu einer höheren Entwicklung auf Erden führt in der messianischen Zukunft: alle diese hohen und göttlichen Lehrsätze unserer reinen Religion — sind sie etwa das Erkennungszeichen, das Schibboleth der jüdischen Orthodoxie? nimmermehr! sie sind unser aller unveräußerliches, theueres, gemeinsames Eigenthum. Oder sind diese Sätze das Produkt philosophischer Speculation, das Werk einer gemachten Vernunftreligion von gestern her, ohne Vergangenheit und deßhalb ohne Basis für die Gegenwart? nein, sie sind die

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