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Der israelitische Volkslehrer · 1853-08-01 · Heft 8 (August 1853) · page 13

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 8 (August 1853)
Date
1853-08-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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bei ben^sMliten der ttMeren Zeit. Wg Cuttüs, jedo'ch unter möglichster Schonung des BeMenden, zu diskutiren und in den Lineamenten festzustellen; sie hat den Much gehabt, Wünsche, welche die persönliche Zürückführung nM) Palestina und die Wiederherstellung des so weit hinter unserer Religionsanfchauung liegenden blutigen Opferdienstes zum Gegenstände haben, aus den Gebeten zu entfernen, und dadurch dem Judenthume, anfiatt eines -nationalen Charakters, die höhere Bedeutung eines GlaüMsbündes zu vindiziren.— Auf diese Welse drang eine Fülle Umgestalteuder Ideen in die tiefsten Schichten der jüdischen Bevölkerung Deutschlands unwiderstehlich ein; sie lassen von dorten ffch nicht entfernen, nicht tilgen, nicht bannen. Das praktische Leben, die Pastorale Thätigkeit, die theologische Wissenschaft, das neuerwachte Selbst- und Ehrgefühl — Alles hat zusammen gewirkt und wirkt zusammen, um den Widerspruch des Lebens mit der aMalmudischeuAnschauung und mittelalterlich rabbinischen Ascese unwiderleglich klar zu machen und ihn, theilw ise, schon lösen zu helfen. Der Widerstand des alten Rabbinismüs hat nur zur Darlegung seiner eigenen Schwäche gedient; von Ort zu Ort ist er siegreich zurückgedrängt worden. Ja, die Orthodoxie und Halborthodorie mußte, ihrer eigenen Erhaltung willen, zu der im Anfange des Jahrhunderts vom Rabbinismüs verketzerten Wissenschaft selbst ihre Zuflucht nehmen, ohne dabei in der Möglichkeit zu sein, sich der praktischen Reform gänzlich zu enthalten, welche doch nach dem alten Systeme durch den Ausspruch: Ol^ m an soll gar kein en b estehenden Brauch umändern, gänzlich verpönt war. In der That! diese drängende Gewalt der äußeren Verhältnisse mußte und muß sich mehr und mehr unter den Juden geltend machen; es kann auf dem Gebiete des Judenthums nicht anders sein; der Charakter der Orthodoxie selbst bedingt, den Örthodoren unbewußt, die Nothwendigkeit des religiösen Fortschrittes, die Unumgänglichkei der UmgestaltuUg und Ausscheidung zeitwidriger Formen und Bräuche. Denn die jüdische Orthodorie ist, wir haben bereits in diesen Blättern

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