Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1853)
- Date
- 1853-07-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Reines Herz und festen Geist. 159 daseins Eurer Erinnerung heilig anempfohlen sei. — Ihr denket, Ihr fühlet stets mit mir: Ihr lieben, lieben Stunden, Im Elternhaus verbracht, Ihr bleibt mir, tief empfunden, Ein Schatz, im Herzensschacht'. — Ihr steigt in spätern Jahren Als Engel mir herauf Und bahnet ans Gefahren Zum Lichte mir den Lauf! — Darum wenn Ihr heute, wenn Ihr morgen, weim Ihr in aller Zukunft das schöne Wort betet (und ich hoffe, Ihr werdet es täglich thun): „ein reines Herz schaff mir, o Gott!" dann trete der Aufenthalt in jenem Hause, wo Euer Herz zuerst hat fühlen lernen, wo Euer Gemüth die erste Pflege erhalten, lebendig in Euch hervor!— Der Hauch der Unschuld umwehe Euch; die Luft des Elternhauses umgebe Euch stets! — Und wo ihr immer sein möget, das Herz der Eltern ist stets bei Euch; es folget Euch nach, dies treue Herz, in die Wogen des Lebens, die Euch aufnehmen, wie jene biblische Mutter in Gedanken ihrem Kinde nachfolgte, das sie nicht mehr zu Hause behalten konnte! O daß Gott auch Euch aus der Fluth des des Lebens rette, wie er Moses gerettet, und Ihr gleich ihm Eurem Elternhause zur Ehre gereichen möget, indem Ihr Euch bewahret ein reines Herz! — Und die Schule,— zu welchem Danke seid Ihr auch dieser verpflichtet! Die Stützen Eurer Bildung, sie sind aus ihr; die Zuversicht und Festigkeit Eures Geistes, sie sind aus ihr. Mit Kenntnissen mannigfaltiger Art hat sie Euch ausgestattet und entlassen; und wenn Ihr diese im Leben weiter ausbauet, und wenn Ihr durch sie und auf Ihnen mit Gott Euer Glück errichtet, o dann bleibet stets eingedenk, daß die Grundlage Eurer Geistesbildung von der Hand pflichteifriger Lehrer und Lehrerinnen gelegt wurde, welche an dem Bilde Eures innern Menschen meiselten und formten, ohne nur die lohnende Aussicht zu haben, dieses Bild ganz und vollendet aus ihren Händen hervorgehen zu sehen. Denn das Leben