Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1853)
- Date
- 1853-07-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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160 Confirmationshandlung des Jahres 5613 (1853.) erst formt und bildet den Charakter, den innern Menschen ganz und fertig; das Auge des Lehrers aber folget Euch teilnehmend ins Leben hinaus; es gibt,für ihn keinen seligeren Wunsch, als daß das Leben den Jüngling und die Jungfrau, den Mann und das Weib in dem Geiste veredle und vollende, welchen die Schule in ihnen begründet hat. So vergesset denn auch Ihr Eure Jugendbildner nicht, wie sie Euch nicht vergessen, und wenn Ihr betet unsres inhaltreichen Tertes zweiten Theil: „und einen festen Geist erneuere in mir!" dann kehret im Geiste immer zur Schule zurück; horchet auf die Worte Eurer Meister; ehret sie durch das ganze Leben; ehret sie durch die Gediegenheit Eures Characters; ehret sie durch die Festigkeit Euerer Grundsätze; ehret sie durch den Geist! — Und nun, nachdem ich den Aufenthalt im Elternhause und den Aufenthalt in der Schule würdigend an Euch vorübergeführt, sollte es mir nicht vergönnt sein, auch jene Stätte, wo ich im Auftrage Eurer Eltern im vergangenen Jahre Eure religiöse Lehre und Pflege mir angelegen sein ließ, Eurem Andenken zu empfehlen? — O, gewiß, Ihr folget mir im Geiste gerne dahin! — Denn es waren schöne Stunden, die wir zusammen durchlebt! — In Eurem Innern, wo in Eurem Confirmandenjahre, in diesem wichtigen Uebergangsjahre, das reinkindliche Herz sich paarte mit dem zum Bewußtsein und Selbstdenken erwachten jugendlichen Geist, da fand die Religion eine gute Aufnahme, unsre heilige, schöne Religion, welche Beides in sich so herrlich vereinigt, indem sie durch ihren gemüthlichen Inhalt wohlthut dem Herzen, wie es heißt: 'NQWO O>">!5" „die Befehle Gottes sind gerade, erfreuen das Herz;" indem sie durch ihren vernünftigen Inhalt wohlthut dem Geiste, wie es heißt: O^!? Nl'ttO „das Gebot ist lauter, erleuchtet die Augen." (Ds. 19, 9.) — Und davon habt Ihr jüngst auf dieser heiligen Stätte öffentlich Zeugniß und Rechnung abgelegt. Sicherlich, auch Euch hat es da mit srohem Selbstgefühl durchdrungen, Jsrae-