Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1853)
- Date
- 1853-07-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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1Z9 Confirmationshandlmlg des Jahres 5613 (1852.) Und Gemeinde." — Ö, welch' ein Gegensatz! wie so würdig, dem Gemüthe in seiner ganzen Wichtigkeit zum Bewußtsein gebracht zu werden! — Dank der Religion, daß sie sich dieses Zeitpunktes bemächtigt, in früheren Zeiten in Israel blos den Knaben, jetzt, beim Fortschritte der Zeit, die Knaben und Mädchen zusammen ins Gotteshaus ruft, um sie auf die Bedeutung dieser Lebensgrenze aufmerksam zu machen, sie zu „Kindern des Gesetzes" (NW '52) zu heiligen, dieWeihe der Pflicht an diesem Tage ihnen in Herz und Geist heilig einzuprägen. Darum sollet auch Ihr an diesem Tage, auf dieser heiligen Stätte, welche in Wahrheit durch keine andere religiöse Handlung mehr Weihe gibt und empfängt, als durch die Einführung unsrer Kinder in die Gemeinde der selbstverantwortlichen Diener Gottes, gleich Euren Genossen in füheren Jahren einen Blick zurücksenden auf Cure dahin geschwundene Kindheit, damit Ihr schon an diesem ersten Lebensalter erkennet und würdiget das Bleibende im Wechsel der Dinge. — Und wohin richtet sich Euer Blick zuerst? aufs Elternhaus?— Und wohin dann? auf die Schule!— Und siehe da, schönes Zusammentreffen! — Was wir in unsrer Einleitungsrede in zwei Abtheilungen vorgeführt, was unser Tert in zwei Halbversen uns so schön kund gethan —Elternhaus und Schule führen Beides wieder zur Betrachtung, zur Beherzigung vor! — „Elternhaus"-- wer denkt da nicht sogleich an das Herz?— „Schule" — wer denkt da nicht sogleich an den --Nicht als ob ich sagen wollte, Eure Eltern und Plegeeltern übten keinen Einfluß auf die Bildung Eures Geistes; oder Eure Lehrer und Lehrerinnen übten keinen Einfluß auf die Bildung Eures Herzens! Aber das Auszeichnende am elterlichen Hause ist doch das gemüthliche, das Auszeichnende an der Schule bleibt doch das geistige Leben. Und schön, daß es also ist! denn beide sollen sich ja ergänzen; beide haben auch an Euch ihre großen Wohlthaten ausgeübt! — So sei es denn vor Allem das heimathliche Haus, welches in dieser Stunde, welches während Eures ganzen Erden-