Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1853)
- Date
- 1853-07-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Reines Herz und festen Geist. 157 keit des Geistes: „ein reines Herz schaff mir o Gott, und einen festen Geist erneure in mir!" — Möge zu diesem heiligen Werke der Jugenderziehung dieses Fest das Seinige von Jahr z l Jahr mehr und mehr beitragen! Möge das Licht Gottes, welches draußen in der Natur Beides alljährlich erneuert, die Reinheit und die Klarheit, alljährlich in diesem Heiligthume Beides in uns verjüngen und erneuern, die Veredlung und dieErleuchtung? So wolle es Gott. Amen. Amen. II. Anrede an die Confirmandeu Meine Kinder! geliebte Schüler und Schülerinnen! jugendliche Söhne und Töchter aus Israel! Zu Euch, an welche mein Wort im Laufe des vergangenen Jahres so oft sich gewendet, zu Euch, mit denen ich durch Gott ein so heiliges Vcrhältniß geschlossen habe, zu Euch wenden sich heute meine innigsten Worte; zu Euch hinüber webet sich heute aus meiner Seele ein himmlisch unsichtbares und dennoch so starkes Band; die Fäden kommen aus Herz und Geist, bestehen aus den heiligsten Gefühlen und Gedanken. — O Kindheit, was bist du so schön, weit du noch heilig bist! o Jugend, wie bist du so herrlich, wenn du rein und schuldlos bleibst! Und der Kindheit wollet Ihr nun Lebewohl sagen — o rührendes Wort! — Und der Jugend wolltet Ihr Willkommen zurufen — o ernster Uebergang! der erste im Leben, der mit Bewußtsein gemacht wird, wo das Herz sich schon Rechenschaft gibt und fragt: was bin ich gewesen? ein Kind, ein glückliches Kind — harmlos, sorglos, schuldlos, ohne schwere Selbstverantwortung — paradiesisches Leben! — Und was soll ich nun sein? — ein selbstverpflichteter Jsraelite, eine selbstverpflichtete Israelitin — die Augen der Welt schon auf mich gerichtet, und wenn ich mich nicht wohl hüte, „dann werde ich einst beschämt dastehen inmitten der Versammlung