Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1853)
- Date
- 1853-07-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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jgß Consirmatlonshandlung des Jahres 56t8 (1853.) richtet: l^NN PD) Miv „einen festen Geist erneuere in mir!" — Freuen wir uns dabei von ganzem Herzen, Männer aus Israel, daß unsre Religion selbst — so gemächlich ihre Feste, so väterlich ihre Gebote, so herzensbildend und zum Mitleid stimmend ihre heiligen Vorschriften sind und in Israel sich in Jahrtausenden bewährt haben, — freuen wir uns, daß sie sich dennoch vorzüglich als eine Religion der Erkenntniß, als eine Religion des Geistes ankündigt. Denn aufklären soll sie die Welt, verbannen Wahn, Aberglauben, Vorurtheil, wo sie solche findet, in und außer Israel. Dazu hat sie Gott berufen seit Jahrtausenden, vom Sinai her. Darum verwirft sie alle augenlose Gefühlsschwärmerei; denn diese gehört unter die finsteren Maulwurfshügel des Heidenthums. Auf ihrer erhabenen Höhe ist Licht, und zu dieser Höhe werden einst, wie unser Jesaias schon vor fünf und zwanzig Jahrhunderten verkündet hat, wallfahrten alle Völker und ausrufen: ->1tt2 ND^l 1^ „Haus Jakob'6 gehet, lasset uns zusammen wandeln im Lichte des Ewigen" (2, 5). — Sehet hier, was wir in unserem Vortrage klar auseinandergesetzt, in zwei Worten wieder verbindets die Schrift! — Licht und Bewegung, Religion und Fortschritt! — Denn voranziehen heißt der Prophet die Völker, aber N 11552 im Lichte d^s Ewigen! — Geist und Herz, erleuchtendes Denken und lebensvolles Fühlen — beides vereint in Israel, beides vereint in der Menschheit — das ist das Reich des Lichtes, wofür wir unsere Söhne und Töchter erziehen, das die Aufgabe, zu deren Lösung wir auch in diesem Gotteshause, insbesondere nach seiner bald zu erwartenden Erneuerung, unser Scherflein beitragen wollen, indem wir eine Gottesverehrung begründen, die ebenso den ewigen Anforderungen des Gemüthes als den zeitgemäßen Anforderungen des Geistes Rechnung trage. Helfet mit, Ihr Väter und Mütter! helfet mit, Ihr Jugendlehrer und Erzieher! Helfet mit, daß wir zusammen ein Geschlecht heranbilden, welches die Reinigkeit des Herzens verbinde mit der Festig-