Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1853)
- Date
- 1853-07-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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ReineS Herz und festen Geist. ISS Söhnen angelegen sein, die mehr Eurer väterlichen Aufsicht und Fürsorge empfohlen sind. Es ist diese Aufgabe, namentlich in unsrer Zeit, eine höchst schwierige, Söhne zu Jünglingen und Männern heranzubilden, die Beides vereinigen, warm im Herzen und klar im Geiste sind; denn es wiegt in unserer Zeit die Verstandesrichtung ohnedieß vor, und gar leicht bekommt sie das unausgleichbare Nebergewicht, und wir erhalten dann jene kalten Begriffsmenschen, die zu allem Höberen und Heiligen klug und vornehm die Achsel zucken und alle Dinge zwischen Himmel und Erde mit Rechenpfennigen auszählen wollen. — Deßhalb, o Männer aus Israel, ist Euch bei der Erziehung, bei der Erziehung Eurer Söhne insbesondere, die Religion— rein und klar, und dennoch tief und innig,— um so nothwendiger. Sie bildet gegen die sinnlichmaterielle, verstandeskalte Richtung unserer Zeit das einzige Gegengewicht. Ein religiöser Jüngling hat durch die Religion schon eine Summe von Herzensbildung voraus; er hat tiefe Wurzel geschlagen an Gottes Quellen, so daß von ihm das Wort unserer Weisen gilt (Spr. d. Vät. 3, 22): 12 N12!5^1 N1NNN I^Ott „wenn auch alle Stürme der Welt kommen und ihn anschnauben: j'MO j'5t sie werden ihn nicht von seinem Standpunkte hinwegrücken." Denn unsere guten Grundsätze, auch sie bedürfen der Erneuerung, der Befestigung, und dieses geschieht am zuverlässigsten auf dem Gebiete der Religion. Wer ohne Gott und Glauben wandelt, der kann an dem Segen seiner guten Grundsätze, an dem Heile der Tugend selbst verzweifeln, wenn er sieht, daß ihm jede Aussaat mißräth, während Schlechteren Alles bekommt, was sie säen und pflanzen. So nicht der Gdttesfürchtige. Das Irdische wanket ihm; Du aber, o Gott, bleibst ihm sicher; ^OD slD) fest stehet DeinThron, auf Billigkeit und Recht gebauet; ^OD KDVM PIA. In der Sicherheit Gottes erneuert sich dem Frommen die eigene Festigkeit des Charakters, die eigene Sicherheit und Klarheit des Geistes, und neue Kraft gibt ihm mitten in den Stürmen des Lebens das Gebet, das er zum Himmel