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Der israelitische Volkslehrer · 1853-06-01 · Heft 6 (Juni 1853) · page 17

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 6 (Juni 1853)
Date
1853-06-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Eine Erzählung. 145 ihnen gethan zu haben. Um so willkommner ist mir darum die Gelegenheit, deiner Mutter „alte Tage zu versüßen", wie sie sich in ihren/Liebe und Dank athmenden Briefen auszudrücken Pflegt. Gerade ciber diese zärtlichen Briefe geben mir die Ueberzeugung, daß auch sie, wenn es sein müßte, gerne auf jegliche Unterstützung verzichten würde, die ihr durch Unternehmungen werden soll, welche dich zwingen, am Freitag- Nachnlittäg Mib und Kind zu verlassen und draußen , ohne Sabbath , ohne Ruhe und Frieden , von tausend Gefahren umgebM, unter fremden Menschen zu leben." — Diese Worte, Msgesyrdchen mit der ganzen Innigkeit eines Gemüthes, wo- M Aebe uüd Religion unzertrennlich wohnen, verfehlten ihre Wirkung Nicht. Oft schon war der Wunsch in Falk aufgestiegen, sich aus diesen allerdings gefährlichen Unternehmungen zurückzuziehen Plötzlich reifte es in ihm zum festen Entschluß. „Nur diesmal noch"! rief er entschlossen aus; „habe ich meine 3000 fetten Rinder ins Hauptquartier glücklich abgeliefert, so bin ich im Besitze eines Vermögens, von dessen Zinssn wir schon anständig lieben- und auch noch für Andere etwois thun können. Wir wollen kÄne unwürdigen Nachkommen Derev sein-, welche sich Mit Wenigem genügen ließen und dabei an Dem nicht sparten', was sie als den Zehnten für gute Zwecke so willig Hingaben. — Und nun, Gott befohlen, meine Liehe! Bannk alle traurigen Gedanken aus deinem guten Herzen! Wo wir auch weilen , Gott ist mit uns. Verdoppele deine Sorgfalt um unfern Tobias. Ich habe ihn bereits zum pünktlichsten Gehorsam gemahnt. Gott schütze dich und ihn." Damit schritt er, den mittleren Finger der rechten Hand andie Pfdstenschrift drückend und küssend , zur Thüre hinaus.— Draußen hielt Elias, der Knecht, schon das Pferd bereit, auf welches sich der kleine Tobias' jauchzend geschwungen hatte. Die Mutter erschraL darüber. Der Vater hob ihn herab und übergab ihn küssend-, mit einer kurzen Mahnung, sich gut zu betragen/VerMutter: Mit Bedacht vermied er jedoch, das Nersprechm, ihm dann Etwas mitzubringm daran zu knüpfen; denn der vernünftige Mcknn war derMsicht, daff dieß die reine Tugend* N

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