Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Volkslehrer · 1853-06-01 · Heft 6 (Juni 1853) · page 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 6 (Juni 1853)
Date
1853-06-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3129675-3129704-3129711--0779-3132157
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Die WinchS. L43 Da das dreitägige Aufbewahren der Tvdten in vielen HÄustrn und Hütten allerdings eine große Last werden kann-"- die freilich mit der auch nur entfernten Möglichkeit eines scheintodt Beerdigten keinen Vergleich aushält — so sollten Orts- und Gemeindebehörden überall dafür sorgen, daß Leichenst ä öser die Stelle der alten „Ouelun^ vertreten. SÄ. Die Wimpel, Eine Erzählung von Simon Krämer. (Fortsetzung.) Gestiefelt und gespornt trat Falk am darauf folgenden Freitag-Nachmittag vor sein Weib. Sie aber schloß ftine dargereichte Rechte herzlich und fest in ihre beiden Hände und schauete mit thränenvollen Augen stumm zu ihm empor. — „Warum diese Thränen? meine Necha!" sagte er. „Ist es doch nicht das erste Mal, daß ich mich auf einige Tage vom Hause entferne! Heute aber muß ich fort. Es gebet ein großer Vieh-Traneport in das Hauptquartier ab. Bin ich zur Anwendung der nöthigen Vorsichtsmaßregeln nicht selbst dabei, so könnte er in Feindes Hände gerathen." „Das ist's eben, was mich so besorgt macht," erwiederte VaS gute Weib; „wie leicht könntest du in Noch gerathen in diesen kriegerischen Zeiten. Was soll mir aller Gewinn, wenn ich dich in steter Gefahr weiß? Ach, mir bangt dak Herz; mich ängstigt die Sorge; die beklommene Brust vermag ich nicht zu beruhigen! Wohl weiß ich, daß der gute Gott uns väterlich die Zukunft verhüllt; wohl weiß ich , daß es Sünde ist, wenn der Jsraelite sich dunklen Ahnungen hingibt, und ich verbanne solche Gedanken stets atts Meinem Innern. Aber das weiß ich auch, daß es gegen Israels Pflicht streitet, um des leidigen Gewinnstes willen sein Vermögen, seine Freiheit, Leben und Lebensglück der Seinen wie das eigne aufs Spiel zusetzen, wie es

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.