Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1853)
- Date
- 1853-06-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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t40 Aphorismen ,^ZFN1 N^tt)^ '2 Kann Heil nnd Erlösung euch sein gesellt, Ott Wenn ihr den Pfeiler nicht sicher stellt, Der im Eril uns aufrecht hält? -N^ONN NIQ^ Den Pfeiler des Gebetes!" — l-P^O) 6"^' 23. Aphorismen über Bräuche und Mißbräuche. 1. Steine auf Grabdenkmäler legen. Dieser Gebrauch ist räthselhaft. Soll dadurch ein einfaches Andenken, ein Zeichen der Anwesenheit am Grabe bezeichnet werden? Es wäre immer auffallend, gerade diese Form zu wählen! — Die Ansicht, daß, im Falle der Verstorbene eine Sünde begangen hätte, weßhalb er der Steinigung schuldig war (n^j?O 2"N), oder im Falle er in einem des Bannes würdigem Vergehen gestorben wäre, wo die harte Observanz noch den Sarg steinigte (l)'Ntt Ntt p^ivl), durch das Auflegen der Steine gleichsam die Strafe nachträglich ertheilt und dadurch vor dem Richterstuhle Gottes gesühnt werde — scheint mir gegen den Verstorbenen eine Beleidigung und Anklage zu enthalten, welche der Pietät zu sehr widerstrebt, um auf Annahme dieser Meinung eingehen zu können. — Uns scheint diese Sitte sich aus der heidnischen Römerzeit vererbt zu haben. Die Römer nämlich pflegten auf Denksteine, welche am Wege standen (Hermen), kleinere Steine zu legen, um auf diese Weise dem Hermes sMerkur), welchem die Wege geheiligt waren, ihre Verehrung an den Tag zu legen. Den Juden ist dieses verboten. *) DliV NN 1! O^Pi^- — Da nun die Juden diese Sitte vor Augen sahen, und ihr gerne nachahmender Sinn, durch den Anblick der Hermessteine, sich darangewöhnte, diese Handlung als ein Zeichen der Verehrung zu betrachten, so hat die Gewohnheit dieselbe, ohne dadurch dem Götzendienste einen Tribut zu bringen, auf ihre Todtensteine übertragen. *) Sanhedrin 60, 2.