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Der israelitische Volkslehrer · 1853-05-01 · Heft 5 (Mai 1853) · page 17

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 5 (Mai 1853)
Date
1853-05-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Das Pesachfest in Gilgal. tl? dacht schweigen, jedes Borurcheil verstummen muß, wo alle Schmach von uns abgewälzt ist. Dazu gehört aber auch, daß wir dieses gemeinschaftlich thun, um dadurch auch jene Schmach abzuwälzen, welche 3) die Gebrechen in uns selbst erzeugt haben.— Wenn nur Einzelne ihren Vortheil der Ehre der Gesammtheil opfern, so ist das „Gilgal" noch lange nicht gefunden die Schatten der von uns Abgewendeten, gegen die Religion oder ihre Ehre Gleichgültiggewordenen verhüllen und umdüstern dann auch die Getreuen, die Erleuchteten. Mit vereinter Kraft müssen wir das „Gilgal", den Ort der Abwälzung aller Schmach, aufsuchen, denn: n^ ,PN^ j^M sobald eine Spaltung und Trennung sich zeigt, ist es Nacht; lüwtt' NN!? ^n sobald die Herzen getheilt und getrennt sind, so liegt hierin schon die Ursache der Verschuldung. Zur Zeit der Zerstörung des zweiten Tempels war der Unfriede die einzige Quelle des gräßlichen Unglücks, das Israel betroffen; dieser Schaden hat sich wieder erneuert; und so lang? dieser nicht herausgeschnitten wird aus dem Körper unsrer Glaubensgemeinde, so lange ist keine Genesung zy erwarten. Der Midrasch läßt deßhalb Moses selbst über seine Zeitgenossen also sprechen: ^OQ N"2N NNO "wx Nttiun?N1v1ttN "INI^ rmn NQlttN NO 1INN s2tt ll^- Moses habe Gott gefragt, warum die Israeliten mehr als alle Völker dulden müßten? qls er aber bemerkt hatte, wie . die zwei Hebräer gegenseitig sich angefeindet, habe er im bittersten Unmuthe ausgerufen: "Qin!N1: px, „nun ist mir Alles klar!" — Wie können wir auch Liebe, Achtung, Anerkennung von Fremden erwarten, ansprechen, wenn wir uns selbst gegenseitig mit Geringschätzung begegnen? am unduldsamsten sind Einer gegen den Andern? Darum, Geliebte, keine Spaltung, keine Partheisycht! Einheit ist nöthig, sonst fehlt die Kraft; Friede, das lehrt uns jedes Blatt unserer Geschichte, Friede ist uns noch weit mehr Bedürfniß als anderen Religionsgemeinschaften; denn unsere Anzahl ist die kleinste, und wir werden am streng-

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