Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1853)
- Date
- 1853-05-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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tt6 Das Pesachfest in Gilgal. 2) auch in unserm bürgerlichen Berufe müssen wir durch eine tadel * und makellose Redlichkeit und Rechtlichkeit Achtung uns erwerben, Achtung uns erzwingen. — Wir wissen, Geliebte, daß in neuester Zeit auch neue Verdächtigungen gegen die Biederkeit und Ehrlichkeit einzelner Juden wie schreckende Gespenster aus grauem Alterthume austauchen. Freilich sind wir dafür weder Haftnoch strafbar — und wo jene Beschuldigungen und Verdächtungen gegründet sind, da gehört den Schuldigen um so mehr ihre Strafe, als sie, abgesehen von der an sich strafbaren Handlung, auch dadurch noch ein anderes Unheil bewirken, daß sie leicht der Gesammtheit der Juden in dem Urtheile der Welt schaden. Denn wer bürgt uns dafür, daß der Verdacht, der jetzt noch an Einzelnen haftet, nicht weiter ausgedehnt werde? Ist es ja leider noch immer so, daß, wenn ein Christ ein Verbrechen begeht, der Verbrecher büßt, nicht die Gesammtheit der Christen. Wenn aber ein Jude ein Verbrechen begeht, dann tritt die wohlbekannte Bürgschaft des einen Juden für den andern ein; das Judenthum des Verbrechers wird immer in den Zeitungen mitgenannt, und wenn an einem Gliede der großen Kette Rost sich angesetzt, wird oft die ganze Kette als verächtlich weggeworfen. — Darum, Geliebte, ergeht um so mehr an uns Alle der Ruf: sNINI ^VNN Nd< den Sauerteig der an unserer Handlungsweise haften könnenden Vorwürfe aufzusuchen, ihn wegzuschaffen, aus allen Ritzen und Spalten, und wäre es auch nur ein kaum sichtbarer Stoff, e>.-!WO2 s^N) gleichviel, schaffet ihn fort, denn er schneidet die Achtung und die Ehre ab. 'N'öNIZO). Ja, ein Jeder von uns muß selbst sein strenger Richter sein, daß auch keine Ahnung, keine Spur eines solchen Fleckens, ^DO, bei ihm und an ihm gefunden werden könne! ODN'» ittw LNj? Erhebet eure Hände, und zeiget, daß sie heilig sind, daß kein Unrecht, keine entweihende Handlung, kein „Oliillul Laseliem" an ihnen haftet, N Ntt und dadurch erst werdet ihr den Namen Gottes lobpreisend verherrlichen, dann erst werdet ihr das „Gilgal" erreichen, wo jeder Ber-