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Der israelitische Volkslehrer · 1853-04-01 · Heft 4 (April 1853) · page 11

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 4 (April 1853)
Date
1853-04-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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IRI
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Der Bau der Ewigkeit. 87 würdig ist diese Stätte! sie ist nichts anders, denn ein Haus Gottes, denn eine Pforte zum Himmel. Unter allen Gebäuden ragt das Gotteshaus durch seine hohe Bestimmung hervor, daß es, wie keines sonst, auf ,das Höchste und Heiligste im Leben, auf das Ewige hinführt. Das der Sinn des Talmudischen Spruches: jeder Ort, in welchem andere Gebäude höher stehen, als das Gotteshaus, geht der Zerstörung entgegen", (N'IZQ ">,"N^ .-Ml^w 1^ ,iinn P)D^ NOM) d. h. alle Orte, in denen Gebäude, irdischen Zwecken bestimmt, mehr gelten, als das dem Herrn geweihte Heiligthum, fallen ins Verderben. Zwar gedenken wir auch des Vergänglichen in der Synagoge, bitten um leibliche Gesundheit und andere irdische Güter; aber wir schauen hier das Zeitliche im Lichte des Ewigen, ziehen das Himmlische dem Irdischen vor und weihen das Menschliche durch das Göttliche. Der Glaube an Gott, den Ewigen, und an die Fortdauer unserer Seele in der Ewigkeit ist der Schöpfer der Gotteshäuser. Die Synagoge soll diesen Glauben, den Bund mit Gott befestigen. So sei denn auch diese Synagoge für die Ewigkeit erbaut. In deinem Namen, geliebte Gemeinde, rufe ich ihr diese Weiheworte zu: Ich verlobe dich mir für die Ewigkeit: ^^Nv^ttl- Wodurch aber und womit führen wir diesen innern Bau der Synagoge für die Ewigkeit aus? Die Schrift antwortet: So der Herr das Haus nicht bauet, umsonst mühen sich seine Erbauer ab. Nur in und mit Gott kann dieser geistige Bau, diese Stiftshütte des Herrn in uns gelingen. Zu den Grundsteinen dieses Gebäudes gehört 1) Gerechtigkeit des Wandels. Heiligung des Lebens ist nach den Vorschriften unserer Religion das Ziel unserer Bestimmung vor Gott. Unser ganzes Dasein sei ein rastlos ununterbrochener Gang nach diesem Ziele hin. Und das Haus des Herrn feuere den Eifer dazu an, daß wir nicht müde und nicht laß werden auf diesem Wege. Das ist die schöne Bestimmung dieses Heiligthums. Oder glaubt Ihr etwa, es sei schon ein Gott wohlgefälliges Werk, so Ihr Morgens und

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