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Der israelitische Volkslehrer · 1853-04-01 · Heft 4 (April 1853) · page 7

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 4 (April 1853)
Date
1853-04-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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83 12. Der Bau der Ewigkeit. Predigt, gehalten bei der Einweihung der neuen Synagoge zu Mainz, Freitag den 11. März 1853 ^-,551 N"*N '2) von Dr. Joseph Rub, erstem Rabbiner daselbst. Allgegenwärtiger und heiliger Gott, der Du hoch thronst und tief herabschaust, zum erstenmale sind wir vor Dir versammelt in diesem Heiligthume, welches wir Deinem Namen gebaut haben! Und der erste Laut der aus freudig bewegtem Herzen über unsere Lippen strömt, ist Preis, ist Dank; Preis Deiner Liebe, die nicht endet, Dank Deiner Gnade, die nicht aufhört. Gelobt seiest Du, Ewiger, Gott Israels, Vater aller Menschen, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Halleluja. Amen. Und Du, geliebte Gemeinde, stimmtest sicher, dessen bin ich gewiß, mit vollem, andächtigem Herzen in den Dank gegen Gott ein, welchen ich so eben ausgesprochen habe. Mit dem Psalmisten sprachst Du ja lange Zeit: „es sehnet sich und schmachtet meine Seele nach den Vorhöfen des Ewigen" NNM^> 'oO) MI Dieses heiße Verlangen nach der Einweihung unserer neuen Synagoge ist nun befriedigt, da dieses Gotteshaus jetzt seiner heiligen Bestimmung übergeben wird. Die Pforten dieses Heiligthums öffneten sich, und die Schaar der Gläubigen strömte herein. Alle Augen weiden sich an dem Anblicke dieses prachtvollen Tempels; jedes Herz und jeder Mund jubeln dem lebendigen Gotte. So soll .es sein! Ein tausendstimmiges Halleluja ertöne in diesen heiligen Hallen dem himmlischen Vater, dessen Freundlichkeit mit uns war, daß er das Werk unserer Hände gelingen ließ. — Dank, nächst Gott, dem Vorstande unserer Religionsgemeinde, dessen kräftig frommer Wille dieses Gebäude ins Leben rief. Dank unserer theueren Landesregierung, welche huldvoll dieses heilige Unternehmen unterstützte.

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