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Der israelitische Volkslehrer · 1853-04-01 · Heft 4 (April 1853) · page 3

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 4 (April 1853)
Date
1853-04-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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des Elias. 79 des Wirkens jenes eifervollen Propheten? Ist nicht Kampf, Kampf und Streit in allen Verhältnissen des Lebens, is allen Schichten der Gesellschaft? Ist nicht der Geist des Widerspruchs, der Geist des Angriffs und Haders nach allen Seiten mächtig erwacht in unserer Zeit und wird geführt mit allen gerechten und allen schlechten Mitteln der von Leidenschaft bewegten Geister? Geht es uns heutigen Tages nicht, wie einst dem Josua vor Jericho? Es heißt daselbst: IN? ölw'l 1^2 NOlbw 12^N1 NN TMI 55^1 „Er hob seine Augen auf und sah, da stand ein Mann ihm gegenüber, ein gezücktes Schwert in der Hand." (Jos. 5, 13.) Wohin wir auch gehen mögen, wie harmlos wir auch unfern Weg verfolgen, wann und wo wir die Augen aufschlagen, stehen wir einem Widersacher gegenüber, der das Schwerdt des Krieges trägt in der Hand, der kampfgerüstet und streitfertig vor uns steht. Und so oft wir hinantreten an einen Andern, so oft wir einem Fremden uns nahen, da möchten wir immer in zweifelndem Mißtrauen erst fragen: Ld< nnx l^dn „gehörst du zu uns, unserer Richtung an, oder gehörst du zu unfern Gegnern, stehst du in den Reihen der Feinde?" Und so sehr durchdringt der Kampf alle Verhältnisse, so sehr ist der Zwiespalt in die tiefsten und innersten Beziehungen des Lebens eingedrungen, daß wohl kaum Jemand sich findet, der wie jener Fremde vor Jericho antworten möchte: Nttü NN)/ N ')5t „ich bin ein Führer des Göttlichen, bin eben erst gekommen", kenne eurm Streit nicht, kümmere mich um irdische Angelegenheiten nicht. Jeder Einzelne ist davon berührt, und nimmt er auch selber nicht thätig Theil am Kampfe, so bleibt er doch nicht frei von seinen Einflüssen, nicht unbetheiligt bei seinen Erfolgen. Ja, ein Geist des Widerspruchs, ein Geist der Verneinung mck des Haders durchdringt die Zeit und das Jahrhundert! Im Glauben wie im Leben, in der Religion wie in den staatlichen Einrichtungen, in den stillen Mauern der Gotteshäuser, wie auf den lärmenden Plätzen des Weltverkehrs—überall brennt der Kampf, waltet der Widerspruch, ganz wie zur Zeit des Elias, wie in den Tagen jenes wunderreichen Propheten. — 7*

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