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Der israelitische Volkslehrer · 1853-04-01 · Heft 4 (April 1853) · page 2

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 4 (April 1853)
Date
1853-04-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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78 Die Zeit muthigenden Zeichen für alle, welche ermattet und kraftlos die. Hände sinken lassen. Nun, lieben Freunde, auf das Herannahen einer solchen Zeit des Gottesreichs auf Erden, auf das Eintreten einer solchen Erlösung, eines solchen Messias hoffen und vertrauen wir allesammt; und so gewiß die Menschheit nimmer stille steht auf der Bahn ihrer Entwicklung, so gewiß aus der finstern Nacht der grauen Vorzeit der helle Geistestag der Gegenwart sich hervorgearbeitet, so gewiß aus der Rohheit und Verwilderung des Mittelalters die Sitte und Aufklärung der Jetztzeit hervorgegangen: so gewiß gelanget die Menschheit auch einst zur höchsten Stufe ihrer Entwicklung, zum endlichen Ziel ihres ununterbrochenen Oestrebens. Doch wie nah, oder wie fern wir diesem Ziele seien, nun, weffen Auge möcht' es durchdringen, wessen Geist wohl könnt' es durchforschen! Erschiene Elias aber, lieben Freunde, plötzlich in unserer Mitte, käme der Geist, die Zeit des Elias wieder zurück, nun so müßten wir, nach der Verheißung Gottes, der Zeit des Herrn ganz nah uns glauben. — Was aber war denn Elias? Welche Zeit ist denn eine Zeit des Elias? Nun, der ganze Lebensinhalt dieses wunderreichsten aller Propheten war der Kampf; seine Zeit eine Zeit des Ringens und Hadems; sein Geist ein Geist des Widerspruchs, ein Geist des Angriffs und des rauhen Eifers. Wer weiß es nicht, wie er Ahab, dem sündenvollen Könige Israels, drohend und furchtlos entgegentrat; wie er ihn, den Gottvergessenen und Hochmüthigen, niederwarf und demüthigte durch die kühnen Worte: MI NM^, Du hast gemordet und willst Deines Mordes Erbschaft nun auch antreten? Wer weiß es nicht, wie er unabläßig kämpfte und stritt gegen Götzenthum und Baalsdienst, wie er die Baalspriester im Angesicht des Königs, ihres Beschützers, durch ein Gottesgericht vernichtete? Ja, der Kampf war der Inhalt seines Lebens, seines Strebens und Wirkens, seiner ganzen Zeit. — Nun, lieben Freunde, möchte es uns da nicht bedünken, als sei unsere Zeit gleichfalls eine Zeit des Elias, als sei der Geist unseres Jahrhunderts, wie der Geist in den Tagen

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