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Der israelitische Volkslehrer · 1853-03-01 · Heft 3 (März 1853) · page 14

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 3 (März 1853)
Date
1853-03-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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66 Der israelitische Neligionslehrer chen muß? steht letztere nicht unter der strengsten Aussicht der betreffenden Schulbehörden? müssen die Lehrer nicht durch mehrere Prüfungen beweisen, daß sie die für ihren Beruf nöthigen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen, bevor ihnen die Leitung einer Schule übertragen wird? Alles wahr und richtig, aber nur in Betreff der allgemeinen Schule, worin die israel. Kinder unsres Landes sich das nöthige profane Wissen erwerben können. Allein wir reden ja in diesen Blättern von der besonderen Anstalt, worin unseren Kleinen die edelste Geistes- und Herzensnahrung gereicht, des Menschen heiligstes Gut und jene Erkenntniß dargeboten werden soll, welche „Alles Wissens Anfang ist", welche den Menschen erst zum wahren Menschen macht, ihn adelt, erhebt, seiner himmlischen Bestimmung, Gott, näher bringt; mit einem Worte: von der Religionsschule reden wir! — Ob nun die israelitischen Religionsschulen unsres Landes in ihrer jetzigen Gestalt wirklich das leisten, was der humane Staat, die Zeit, das Leben, was vor Allem die erhabene Religion selbst mit Recht von ihnen fordern können? Nach unserer Auseinandersetzung im ersten Theile glauben wir uns der Beantwortung dieser Frage überhoben halten zu dürfen; schon die traurigen Schicksale der Religionslehrer, die wir dargestellt, müssen unseres Dafürhaltens die Regierung überzeugen, wie diese Anstalten, welche das Höchste dem Menschen bieten sollen, sich auf der niedersten Stufe befinden; schon die Schicksale der Lehrer müssen es unserer Regierung ans Herz legen, sich dieser Unglücklichen rettend anzunehmen — noch mehr aber das Schicksal der Kinder selbst, der jungen Generation, für welche Sorge getragen werden muß, daß sie im Geiste der besseren Zeit, welche den Juden eine ganz andere Stellung dem Staate und der Gesellschaft gegenüber eingeräumt hat, herangebildet und erzogen werden. Die religiöse Erziehung aber ist der Hauptfactor bei der Charakterbildung eines Menschen; unschätzbar wird darum auch der Nutzen sein, der sowohl dem Staate, als unserer Glaubensgenossenschaft erwächst, wenn eine hohe Behörde alle Sorge dafür trägt, daß den isr. Kindern eine den Forderun-

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