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Der israelitische Volkslehrer · 1853-03-01 · Heft 3 (März 1853) · page 6

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 3 (März 1853)
Date
1853-03-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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68 Die Synagogen-Einweihung rend, verfehlte seines guten Eindruckes nicht bei den zahlreich versammelten Zuhörern aus allen Confessionen, und der Redner ärndtete, nach vollendetem Gottesdienste, — welcher nach dem deutschen Einweihungsgebete in der üblichen Liturgie abgehalten wurde, — reichlichen Dank und beglückwünschende Anerkennung von allen Seiten. Dieselbe wurde auch dem würdigen Vor st an de in verdientem Maße zu Theil, ihm, der unter vielen Kämpfen und unermüdlicher Ausdauer das Gotteshaus neu gegründet, das Nabbinat neu befestigt, dem Gottesdienste eine neue Bahn des Fortschrittes und der Entwickelung eröffnet, ihm, der an dem „Baue der Ewigkeit" in seiner Gemeinde das Seinige redlich und gottesfürchtig ausgeführt, indem er, wie einst die wiedergekehrten Väter beim Baue der Mauer zu Jerusalem, nutzer einen Hand baute und mit der anderen die Widersacher "abwehren mußte — .-,21^ '.^55 Die zahlreich anwesenden christlichen Notabeln der Stadt waren von der ganzen Handlung und von der durchgehend^ würdigen Haltung der dreistündigen Feier sichtlich ergriffen. Es haben aber auch Alle, welche durch ihre Mitwirkung den Gottesdienst verherrlichen halfen, das Ihrige freudig beigetragen, die Würde desselben zu wahren; die Sänger und Sängerinnen, ein zahlreicher Chor, nur aus Gemeinde-Angehörigen bestehend, — indem man einen gerechten Stolz darein setzte, nur durch eigene Kräfte das heil. Werk zu vollführen, — haben, namentlich in den Chorälen, Treffliches geleistet und ein sehr wirksames Ensemble kundgegeben; möchten sie alle in ihrem schönen Eifer ausharren! denn wahrer Eifer darf nicht Sache des momentanen Enthusiasmus sein — ein Flackerfeuer! — sondern muß, wie das Feuer auf dem Altare im Tempel, stetig fortbrennen Okn nx), unauslöschlich (niOn d5> Selbst des Vorbeters, Herrn Lehmeier, müssen wir anerkennendgedenken; es hat dieser Mann, schon in reiferen Jahren stehend, sich mit löblichem Eifer die neue Vortragsweise angeeignet und die betreffenden Gebete und Gesänge mit Würde und Präcision vorgeführt. Nur war es uns verdrieß-

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