Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 3 (März 1853)
- Date
- 1853-03-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3129675-3129704-3129708--0690-3132065- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
zu Mainz. 57 und nachdem der Na-Wim-Choral beendigt war, sprach der erste Rabbiner die Worte: ,NlN OI^QN tt^l NO „Wie ehrfurchtsvoll ist diese Stätte! LM^>tt 2^ ^2 P55 „Ja, dieß ist Gottes HauS, : O'O^ NN „Und dieß ist die Pforte zum Himmel!" — Hierauf wurde zum ersten Male in dem der Verehrung des einig-einzigen Gottes gewidmeten Tempel das „Sckema Hsi-aÄ" angestimmt — ein ergreifender Moment! — und unter dem Gesänge des SimoliM-Im-a-Festes, tt) NP'WN /N wurden sodann die üblichen Umzüge auf dem für die heiligen Funktionen bestimmten Räume abgehalten und die Thorarollen unter Absingung des Chorals: „erhebt, ihr Thore, das Haupt";c. in die heilige Lade eingeführt, worauf der zweite Rabbiner mit dem Gebete NOX' diesen Theil der Handlung abschloß. Daran reihte sich die Einweihungspredigt mit den begleitenden deutschen Gesängen. — Herr vr. Aub knüpfte die Einleitung seines Vortrages in passender Weise an den Wochenabschnitt an und ging dann zu seinem Thema von der Bedeutung des Gotteshauses über, welches er an den Text aus Hosea 2, 21. 22. anknüpfte: -j'nwixi O^l^ „ich verbinde dich mir auf ewig; ich verbinde dich mir durch Recht und Gerechtigkeit, durch Liebe und Erbarmen; ich verbinde dich mir durch die Treue, auf daß du erkennest den Herrn." — Dieser Tert gab den Rednern die Eintheilung von selbst an die Hand. Er stellte nämlich den Satz auf, daß das Gotteshaus seine Bedeutung darin habe, daß es ein Bau für die Ewigkeit sei; wohl werde es, wie das Haus, das ihm vorangegangen, einst selbst in Staub zerfallen, aber in ihm und durch dasselbe soll der innere unzerstörbare Gottestempel gegründet und ausgeführt werden, und die Bausteine dazu sind: Gerechtigkeit, Liebe und Treue. Dieser Vortrag, in klarer Darstellung Vergangenheit und Gegenwart würdigend, die verschiedenen Momente des menschlichen wie des Gemeinde- und gottesdienstlichen Lebens in obige drei Worte einschließend und so gleichsam alle in den neuen Tempil bedeutungsvoll einfüh-