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Der israelitische Volkslehrer · 1853-02-01 · Heft 2 (Februar 1853) · page 20

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 2 (Februar 1853)
Date
1853-02-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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46 Replik. durch Belehrung den Weg vorbahnen. Denn auch wir meinen nicht, daß man Reformen der Gemeinde aufzwinge und ihnen den Gemeindefrieden opfere. Es ist in der hiesigen Gemeinde auch von meiner Seite Alles versucht worden, um die Orthodoren bei der Hauptsynagoge zu erhalten; und deshalb, selbst als die Rabhinerversammlung mit an Einstimmigkeit gränzender Majorität den dreijährigen Cyclus den Gemeinden Israels anempfohlen hatte, selbst dann wurde hier, immer in der Hoffnung, die Alten werden ihre ungegründete Opposition gegen die Hauptsynagoge aufgeben, mit der Einführung noch ein Jahr gezögert, und erst, als man einsah, es sei von dieser Seite nur auf bleibenden, hartnäckigen Widerstand zu zählen, konnte und durfte mit der Ausführung der bezüglichen Beschlüsse nicht länger gezögert werden. So ist uns auch von unserem wackeren College» zu Alzey bekannt, daß er die Gemeinde zuerst ein ganzes Jahr hindurch über die hohe Zweckmäßigkeit des dreijährigen Cyclus belehrte und aufklärte, und .dann erst zur Einführung schritt, so daß jetzt die neue Einrichtung in der ganzen Gemeinde - mit Ausnahme eines winzigen Häufleins, das überall als Hefe sitzen bleibt—sehr beliebt ist, und sie sich solche um keinen Preis wieder nehmen ließe. — Redet also zu den Gemeinden! kläret sie auf! fördert die vorwärts wollenden! zeiget den ängstlich zurückbleibenden, daß die Würde und Vereinfachung des Gottesdienstes eine weit höhere Rücksicht sei, als zu verhüten, daß VN) Dieser „?»rsekatli >Vajera" und Jener „^ai-sekatk Lo" als Datum schreibe; zeiget ihnen, daß das Heimischwerden in der Thora höher stehe als das Unbeirrtsein im „Luach"; zeiget ihnen, daß bloß „in die Schule zu gehen, weil man nichts Besseres zu thun hat", nicht der Würde und Bedeutung des Gottesdienstes entspreche, sondern dort in andauernder Andacht und Aufmerksamkeit zu verweilen — daß „t2 bis 15 Minuten" unthätiger Langeweile allerdings die Andacht nothwendig erkälte und herabstimme, aber der Ausdruck: „der bleibe lieber ganz weg", den Ansichten der Reform keineswegs entspreche; überzeuget sie, wenn ihr „religiöses Gewissen" sich durch eine kürzere Verlesung

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