Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1855)
- Date
- 1855-12-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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436 Rundschau. Sinhorn'S Wirksamkeit sowohl für unsere Gemeinde, als für die nordamerikanische Judenheit überhaupt die besten Erfolge. — Der Sinn in unserer hiesigen Gemeinde ist ein trefflicher zu nennen; dieselbe zählt manche Mitglieder aus der alten Heimath, welche von Ihnen, geehrter Herr Redacteur, confirmirt worden find. — (Gott segne meine braven Burg- und AlteukundKadter, überall, wo ke sich befinden'. — L. S.) — (Nach Empfange obiger Kunde ist uns die Nachricht zugekommen, unser würdiger College werde, unter dem Namen „Sinai," eine ei. gene Zeitschrist in Amerika begründen. Wir können uns, bei der betrübenden und überraschenden W^ise, wie die dortigen »Reformers" die Maske lüften, hierüber nur von Herzen freuen. Unterschreiben sich ja die Mitglieder der kaum aus dem Ei herausgekrochenen Konferenz zu Cleveland bereits „tos xroviLor? SanuväriQ ok H.mvrieaQ Rabbis," daS provisorische Sanhedrin (!!) Amerikanischer Rabbiner! — Unglaublich, und doch wahr! —? NK*PN Z?VV^N Wer hat die Herren dazu berufen??Vdt^? Seit wann wachsen die „Sanhedrin" über Nacht aus der Erde heraus? Liegt ja in dem Begriffe Sanhedrin eiwas so Außerordentliches, ein Institut, welches die allgemeinste Anerkennung voraussetzt, so daß daS Zusammenthun dieses Wortes mit der Bezeichnung provisorisch eine noch größere Lächerlichkeit als Anmaßung in sich schließt. — Wahrlich, eS ist die höchste Zeit, daß den amerikanischen Juden über dieses Gebühren die Augen geöffnet werden! —Unerwähnt wollen wir nicht lassen, daß über obiger Bezeichnung, in dem 5lvv-Vork ttsralä vom 20. v. M.. sich eine Kundgebung des neugebackenen Sanhedrin befindet, welche mit den Worten anfängt: „Im Namen des Ewigen, deS Gottes von Israel," wo aber statt des Wortes „Ewiger" der heil. GotteSname steht, wie er in Israel, aus tiefsinniger Pietät, nicht ausgesprochen zu werden pflegt. (In tu« Qsmv ok ZvnovAN.) Besteht nun in diesem Hohnsprechen aller herkömm lich jüdischen Sitte und religiösen Ausdrucksweise der erste Akt deS auf tatmudiscbe.m Standpunkte sich befindlichen provisorischen Sanhedrin?) Die Red. AuS der Pfalz, tl. Nov. - Prozeß Wetzlar*). - Samstag, den 4. v. kam die im OtLoberhefte d. Bl. berührte Anklage gegen Gerson Wetzlar, Sohn deS Rabbiners Wetzlar aus Gudensberg bei Hessen-Cassel *) Wie vir vernommen, hat die Orthodoxie flch über die Veröffentlichung dieses Prozesse« bitter beklagt. Warm»? Welcher ehrbare Mann, der das Sicht nicht scheut, freuet sich «cht »amenllich venu er wegen sittlicher Begehen angeklagt wird,der Öffentlichkeit, vor der er siegreich gerechtfertigt zu werden sicher hoffen darf? —Ist der junge Wetz?-? -sschsld ig, lo soll e» u»S herzlich freuen, wen» auS dem Verkaufe deS Prozesses seine Unschuld hervorleuchte» wird. Ist er aber schuld ig — hat man im alten Israel die Verbreche» vertuscht, die Verbrecher beschönigt? herrschte da nicht, um ei« abschreckendes Beispiel zn gebe», die auSgedeh-teste Oeffentlichkeit? - ss-,'!' ^1 LZZM ^>Z1 Die »ed.