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Der israelitische Volkslehrer · 1855-12-01 · Heft 12 (Dezember 1855) · page 7

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 12 (Dezember 1855)
Date
1855-12-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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4 » Die Aabdiner-Conferen; / 115, «.) eS mit seinen obligatorischen Auflegungen so genau nimmt, daß selbst Wer ein Zota, ja, ein Tüpfelchen davon in Abrede stelle (TN sNN?-!v sNN I^Sd«) der ewigen Seligkeit für verlustig erklärt wird? — ---Wir finden in derselben Nummer des yIsraLUte« Z. l3l,eine Polemik gegen die Intoleranz, welche der Talmud, auck in „gesetzlich-obligatorischer" Weise" gegen die Götzendiener ausübt. Diese Unduldsamkeit geht so weit, daß der Talmud den in der That grausamen und unmenschliche,» Ausspruch thut (^bo6a sara 26, s ): „eine israel Hebamme dürfe einer heidnischen Frau in den Stunden ihrer Noch nicht beistehen." Man mag solche Aussprüche, vor denen uns uns allen zusammen, ohne Ausnahme, die Ukraorthodorcn nttt elMschTossen^ sich strauben — mit Dem furchtbaren Drucke einigermaßen entschuldigen, wclchen die Juden damals von Seilen der Römer zu erdulden hatten. Aber solche Aussprüche zu einem „legal-obligatorischen" Commentar der „Bibel" zu stempeln, ist in der That mehr als Menschenthorheit, ist Blasphemie! - Die Tora empfiehlt sogar den Egypter, Israels ersten und furchtbarsten Bedränger, zu menschlicher Behandlung, nickt obgleich, sondern weil Israel ein Fremdling war in dessen Lande. — Sie empfiehlt Edom. den Todfeind Israels, unter dessen Namen die Talmudisten die Heidenvölker ihrer Zeit unv Umgebung symbolisch darzustellen pflegen, als Bruder an. Ist er aber unser Bruder, so Her doch selbstverstanden. wenn wir uns nicht selbst schänden wollen ein Mensch, wie wir — während der Talmud in unvergleichlichem Hochmuthe alle Heidenvölker von dem Begriffe eines „Menschen" ausschließt und solches „commentatorisch" auS den Worten Gottes des Allvaters, der mit Noa und der ganzen Menschheit einen unzerstörUchen Bund säloß, heraus oder besser hmeindeuret. r-MM Olk ^'NZ? ONtt '2 ^O'ltt O*?PN Ist es nun zulässig, solchen Aussprüchen gegenüber, den Talmud in so unbedingter Welse als den gesetzlichen und verbindlichen Commentar der Bibel zu erklären?- Wir wenigstens, und gewiß hunderttausende von Glaubens-

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