Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Volkslehrer · 1855-11-01 · Heft 11 (November 1855) · page 35

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 11 (November 1855)
Date
1855-11-01
Page
– (sequence 35)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3129675-3129718-3129729--1373-3131990
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

«Mascha». 403 vom BethauSvorstande zu Wien aufgefordert worden, an den hohen Feiertage«, m einem von derselben Behörde errichteten Nolhlocale zu fungiren. Der Saal, welcher bei tausend Personen faßt .worunter sich die angesehen, gen, einflußreichsten Gemeindemitglieder befanden, war überfüllt, und wurden dem jungen Manne die «ngetheiltesten BeifallSdezeugungen gespendet. Es ist dieser Erfolg, im Interesse desselben, sowie insbesondere zur GemüchSerhebung seines vortreffiichen, durch den Tod seiner Gattin tiefgebeugten Vaters, um so erfreulicher, als fich daran die Hoffnung auf Anstellung am neuen Tempel gründet. Wir wünschen von ganzem Herzen, daß diese Hoffnung auf Anstellung fich realifiren möge, indem sowohl das gute Gemüth als auch das bedeutende Talent des jungen ManneS in uns stets die Erwartung rege hielt, daß er dereinst ein tüchtiger Mann werden wird, der das ruhmvoll begonnene Werk seines BaterS rühmlich fortsetzen werde. Möge sein eigenes, ernstes Bestreben diesem hohen Ziele stets zugewendet bleiben. — Bei einer kürzlich unternommenen Reise, welche den Herausgeber dieser Blätter auch nach Landau führte, überzeugte fich derselbe zu seiner hohen Befriedigung von dep großen Achtung, worin de? von einigen Finsterlingen angeschwärzte (d. h. weißgemachte) würdige Rabbiner daselbst, Herr vr. Grüubaum, bekannt als einer unserer tüchtigsten Theologen und Kavzelredner, bei Israeliten und Nichtisraeliteu stehe. In Folge einer von ihm am letzten der jüngsten Festtage abgehaltenen fulminanten Predigt, worin er die sittlichen Uebelstände der Gegenwart geisselte, wurde ihm, nach Verlauf einiger Zeit, als Zeichen der Anerkennung seines ernsten StrebenS ein sehr schöner filberner Pokal von einer größern Anzahl von Gemeindemitgliedern überreicht, mit der Inschrift: „Dem Verdienste seme Krone." — Ein anderes Zeichen der in Landau herrschenden guten, aufgeklärten Gefinnung erkennt man in der schönen städtischen Einrichtung, daß daselbst die dahingeschiedenen Genossen aller Confesfionen auf demselben Friedhofe in Frieden schlummern, wohl abgetheilt nach den verschiedenen Confesfionen, doch von Einer Ringmauer umgeben. Der Tod ist der große Friedenstifler; diese Lehre wird, gewiß nicht erfolgloser Weise, dort am eindringlichsten gepredigt, wo Eine Pforte alle Angehörigen derselben Stadt zur gemeinsamen Ruhe einläßt. — Bayerische Zustände. Nach der erfolgten, und zwar in einem nur von Christen bewohnten Wahlbezirke wiedererfolgten Wahl vr. Arnheim'S zum Abgeordneten, sowie der Wiedererwählung desselben in den I. Ausschuß und in diesem zum Secretär, — drängt fich bei uns die Frage auf: LZ) 'TD Wird Herr Dr. Arn heim, wenn gleich von Christen als Abgeordneter des baver'schen BoltS gewählt, fich nicht bewogen finden, auch etwas für seine israelischen Glaubensgenossen zu thun? oder wird eS beißen jiNd5 ll^l ("Arou schwieg") und f.,würde das dem Herrn Wohlgefallen?") Wir glauben nicht. Ist auch von einem Antrag auf lSmanzipation der der völlig

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.