Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 11 (November 1855)
- Date
- 1855-11-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Seesen 1× ep/1048106
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Der Uebersetzer »e. v. Hecht. 40t nicht heißen darf „du hast geeilt zu finden," sondern „du warst schnell im Finden" d. h. du hast schnell gefunden. Auch das können wir nicht billigen, daß ohne Grund dasselbe Wort verschieden übersetzt ist, wie NQ^ bald „Mädchen" bald „Jungfrau;" »/sich ängstigen," dann „zagen," dann „erschrecken." Wir schließen diese Bemerkungen, welche wir vermehren könnten, mit dem Wunsche, daß dieses Buch rechte Verbreitung finden möchte. Au b. Deutsche Gebete, von Z. Stern, dixigirenden Jnspector des Jakobsohn'schen Waisenhauses zu Seesen. (Manuscript.) (Vorläufige Anzeige.) Obiges Manuscript ist dem Herausgeber dieser Blätter von dem geschätzten H. Verf. mitgetheilt worden. Die betreffende Gebete sind in einfacher Sprache gehalten, von kindlich-religiösem Sinne durchweht, ächt jüdischen Geistes voll, und ist dabei besonders anerkennend hervorzuheben, daß der genannte Herr Jnspector, bei seinen sonstigen Berufsgeschäften sich die Mühe gibt für die ihm anvertraute Zugend geeignete Gebete zu schaffen, woran allerdings unsere religiöse Literatur in der Neuzeit noch Mangel leidet. Wie würdig Hr. Stern vom Gebete denke, darüber lassen wir ihn, in einer Zuschrift an d. Herausg., selbst reden: „Das Gebet muß wieder heimisch werden in Israel; der oberflächliche Weltsinn mit dem bunten Flitterkleide hat das beschauliche Leben aus Israels Zelten vielfach verdrängt. — — Israels Söhne und Töchter mögen sich immerhin schmücken mit den Formen und Bräuchen einer modernen Welt; aber der alte Geist Gottes, der wie eine Feuer- und Wolkensäul^ das Lager JeschurunS seit Jahrtausenden schützend umschwebte, darf deßhalb von unserm jungen Geschlechte nicht verschmäht werden, damit wir nicht in den Sünden?e0^s untergehen. Nur dann, wenn Israel standhaft und treu seinem Gotte anhanget, wird es leben und mit Ehren bestehen können. Buhlen wir nur nicht zu sehr nach dem Götzendienste eines seichten FlitterlebenS; denn Jeder, der zu sehr nach l>eor buhlte, ging, so lehrt die Schrift, durch midianitische Verführung unter." — „Unendlich groß ist die «Kraft des Gebetes, wir fühlen unS durch dasselbe gehoben und erstarke in Gott, d. h. wir fühlen dadurch das Göttliche in der Menschenbrust und werden dadurch erst wahrhaft menschlich. Im Gebete erschließt sich schon dem Kinde alles Hohe und Tiefe und was eS davon noch nicht begreift oder zu erlernen vermag, daS V. so