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Der israelitische Volkslehrer · 1855-11-01 · Heft 11 (November 1855) · page 12

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 11 (November 1855)
Date
1855-11-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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sso SotteSdienstliche Reformen in allen Orten und Landen geltend machen wird, nämlich die Hauptgebete, den Grundstock, die drei Elemente: Sekems,?e- Llls und Xenatk Kattora enthaltend, in hebräischer Sprache zu belassen, die übrigen Bestandteile des Gottesdienstes aber mehr und mehr in der Landessprache zu gestalten, um auf diese Weise den verschiedenen Ansprüchen und Bedürfnissen gerecht werden zu wollen. — Blinde Eiferer werden wohl dagegen ihre Feder und ihr Zeter in Bewegung setzen, indem sie durch die Abhaltung auch nur eines TheileS der öffentlichen Gottesverehrung in den betreffenden Landessprachen Roth und Tod für das religiöse Leben, für die Gemeinsamkeit Israels und die heilige Sprache erblicken, oder zu erblicken vorgeben. Wir dagegen, die wir ein Auge haben für alle Bedürfnisse, halten dafür, daß durch die Bestätigung der bezeichneten Gebete in der hebräischen Sprache der Gemeinsamkeit Genüge geleistet sei, während die Einbürgerung der Landessprache in der Synagoge zugleich die Einbürgerung vieler, dem Gottesdienste bis dahin entfremdeter Herzen in sich schließet. Oder sollten wir vielleicht Entschädigung darin finden, daß hier und da ein Türk oder ein Tunese mit uns von ^äov olam bis ^levu hebräisch bete, während Hunderte unserer heimischen Glaubens-Brüder und Schwestern vom Anfange bis zum Ende — gar nicht mit unS beten, auS Mangel an hebräischer Sprachkenntniß daS Gottesbaus gar nicht besuchen? — Was jedoch die Kenntniß dieser Sprache betrifft, so glauben wir wieder offenen Auges daS Richtige zu sehen,wenn wir behaupten, daß Fenn Ihr daS Hebräische beim öffentlichen Gottesdienste vermindert, Ihr gerade dadurch die Möglichkeit zur Erlernung der hebräischen Gebete in unseren Schulen vermehret, während wenn ihr Ihr alle Gebete. Psalmen, k>iutim, Seliekotd, Xinotd, — von Lsekn mskoman und ^ekum purkaa gar nicht zu reden! — hebräisch und chaldäisch erhaltet, Ihr durch deren Uebermaß die Lust, sowie die Möglichkeit zum Berstänoniß derselbe» in hohem Grade vermindern werdet. — e.G.

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