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Der israelitische Volkslehrer · 1855-11-01 · Heft 11 (November 1855) · page 8

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 11 (November 1855)
Date
1855-11-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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A7g / Bericht über die Einweihung / ' -' sich ohne Ausnahme eingefunden hatten. Der Gottesdienst ging tn wahrhast erhebender Weise vor sich. Der Lehrer der hiesigen Gemeinde-Schule, Herr Magister M. R. HenrLgeus. den die Versammlung als ihren zweiten Prediger angestellt hat. predigte mit großem Beifall. Herr H. hat auch ein mehr als gewöhnliches Rednertalent, und daher nicht allein ein großes jüdisches, son. dern auch christliches Publikum. — Die schwedischen Gesänge, welche bei unserem Gottesdienste eingeführt wurden, sind theilS Originale, theils Übersetzungen auS dem Hamburger Tempel-, und einige auS dem Berliner Reform-Gemeinde-Gesangbuch. — Zum Schlüsse darf ich noch einer kleinen Reform nicht unerwähnt lassen. Die zu? Tora Gerufenen geyen näMtch^wi^in^lachen, Coblenz^Mannheim) alle auf einmal nach der Tribüne hin, welches weniger störend ist, als das einzelne Hinaufgehen. Gegen die Beseitigung des AufrufenS opponirte sich Dr. Heinemann. Meiner Ansicht nach sollte diese Eeremonie nur Demjenigen gewährt werden, der solches ausdrücklich, bei Zahrzeiten oder freudigen Ereignissen, verlangt. So kann sie noch einen inneren Sinn und Werth haben. Hat sich dagegen Niemand gemeldet, so sprechen Rabbiner und Gemeinde laut die Benedictionen vor und nach der Toralesung. Sollen Mehrere aufgerufen werden, so müssen sie jedenfalls alle auf einmal die Benediction sprechen, denn ich kenne nichts Störenderes, als diese siebenmalige Wiederholung desselben Gebetes in einer so kurzen Zeit, wie die Toralesung bei dem dreijährigen Cvklus erfordert. — (Sehr wahr! — Red.) — Ein neuer Rabbiner wird wohl auch diese Reform bei uns durchzuführen wissen, da wir in unserer Gemeinde, Gottlob! keine orthodoren Schreier zählen. — Wollten Sie doch die Güte haben, uns mitzutheilen. wann Sie glauben, daß Ihr neues Gebetbuch in Druck erscheinen könne, indem wir dieses für unser neues Gebetbuch zu Grunde legen wollen. (Vgl. Rundschau Art. Frankfurt. — Red.) Schließlich theile ich Ihnen noch mit, wie unsere Feier von Seiten unserer christlichen Mitbürger aufgefaßt wurde, indem daraus in erfreulicher Weise zu erkennen ist, von welchem „Liä-

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