Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 11 (November 1855)
- Date
- 1855-11-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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S74 Bericht über die Einweihung auS dem Tempel deS Herrn senden Euch den Segensgruß." (Progr. Nr. 2.) — Dieser Augenblick war von ergreifender wahrhaft überwältigender Wirkung, und Thranen der Rührung und der Dankbarkeit traten in die Augen Vieler?— Nr. 3. des ProgrammeS enthält daS öla-todu-Gebet in schwedischer Sprache daS von dem Rabbiner gesprochen wurde, womit der öffentliche Gottesdienst immer eröffnet wird. Daran reihte sich folgender Gesang in schwedischer Sprache: Chor: Auf, mein Gebet, zu Gott dich erhebe. Daß Gr gnadenvoll mich erhöre; Sei, Barmherziger, mein Schutz, meine Stütze! Nach diesem Gebete folgten die hebr. Benedictionen, welche Sie im Programme finden lI'LOT-»'! Darauf wur5» di^hellige Lade geöffnet (Nr. 4.), wobei der Chor einfiel: „Ihr Pforten, erhebet Euer Haupt!" Hierauf ^IV' Z?VV. Ml^tt Während des sich daran schließenden Gesanges: „Za, einig ist" wurden die Torarollen eingesetzt. Dieser Gesang ist aus dem Magdeburger Gesangbuch und nimmt sich in der Uebertragung sehr gut auS. Die Melodie konnten wir aber nicht benutzen, da sie zu viel Ähnlichkeit mit einem hier gebräuchlichen Trinkliede hatte. Ueberhaupt finden wir eS sehr schwer, die Melodieen auS Deutschland zu benützen, da man hier mehrere nicht kirchlich und Andacht erregend findet. (Der Hamburger Tempel hat viele treffliche Melodieen; wie wir hören, auch die Berliner Genossenschast. — Red.) — Für den Choral haben wir einen etwas schnelleren Takt, als den in der christlichen Kirche üblichen eingeführt. (DaS finden wir sehr löblich; überhaupt ist die Figuralmelodie sowohl dem jüdischen Gottesdienste, als dem jüdischen Gemüthe angemessener alS der schleppende Choral.— Aed.) — Nach dem obenerwähnten Gesänge folgte eine Cantäte (vgl. oben Nr. 70.), welche unser geschickter Organist, Herr Direktor Czapeck. in Musik gesetzt hatte. Derselbe hat auch alle unstre beim Gottesdienste vorkommenden Gesänge und Psalmen eomponlrt. Der Cantate schloß sich, nach dem Halleluja (Fuge), die Predigt und daS SinweihungSgebet (Nr. 6. 8.) an, beide