Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 11 (November 1855)
- Date
- 1855-11-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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»er »ene« Synagoge z» Sotheubnrg. Z?A tn goldenen Buchstaben auf Weiß angebracht. Gegenüber der Tallerie oberhalb der heil. Lade, ist die Orgel mit geräumigen Platzen für den Sängerchor. Längs der beiden Seiten deS Tempels sind zwei über einander laufende Gallerien für die Damen. Die Gallerien. die Plätze, Kanzel und .Tribüne sind in Eichfarbe gemalt, die Decke mit Arabesken geziert, der Fond der heiligen Lade in Stuccatur gearbeitet, der Vorhang auS purpurrotem Sammet mit reichbesetzten Toldfrangen. Die großen, schöngearbeiteten Kronleuchter, zwei bronzene Kandelaber bei der Tribüne, sowie außerdem eine vor jedem Männer- und Frauen-Platz angebrachte Kerze, verbreiten am Abend ein blendend reiches Licht, so wie überhaupt das Gebäude einen Eindruck von ebensoviel Feierlichkeit als angenehmen Comfort hervordringt. Ueber dem Haupteingang steht in hebr. Schrift: „Gesegnet sei. wer da kommt im Namen deS Herrn!" über der heil. Lade: „Höre Israel, der Ewige ist unser Gott, der Ewige, der Einzige!" Ueber der Gallerte der heil. Lade: „Lobsinget Gott in seinem Hettlgthume!" und über der Orgel: „Alles, was Odem hat, preise den Herrn!" — Zu der Einweihung war der Gouverneur der Stadt, die zwei Bürgermeister, der Magistrat sowie die übrigen Civil- und Militär-Behörden eingeladen, welche sich auch sämmllich in großer Uniform einfanden. Die Feier begann damit, daß die Träger der Torarsllen sich im Schullocale versammelten, woselbst das Mincha- Gebet gelesen wurde, und von wo auS, während die Orgel im Tempel präludirte, die Procession sich nach dem Haupteingange bewegte. Allda angekommen, sprach der Rabbiner die Sprüche, welche Sie im beiliegenden Programme (Nro. 1.) vorfinden H INNS,c. Die Thüren öffneten sich, und eintrat die Procession, mit dem Rabbiner au der Spitze, und nach ihm die Vorsteher nnd Nettesten der Gemeinde, drei in jedem Glied, wovon der Mittlere eine Tora trug (die Tora'S sämuulich mir weißen Gewändern bekleidet). Da erhob sich die ganze Gemeinde von ihren Plätzen; die Orgel spielte auS vollen Tönen; die Pauken wirbelten; die Posaunen erdröhnten, und ein auS fünfzig Männern, Frauen und Kindern bestehender Sänger-Chor stimmte au: „Gesegnet sei, wer da kommt im Namen deS Herrn. Wir