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Der israelitische Volkslehrer · 1855-11-01 · Heft 11 (November 1855) · page 4

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 11 (November 1855)
Date
1855-11-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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IRI
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S72 Bericht über die Einweihung wird auch die Synagoge als eine der schönsten Zierden unserer Stadt anerkannt, obgleich diese streich an schönen Gebäuden ist! — Mit ihrem östlichen Ende grenzt die Synagoge, von einem eisernen Sitter umgeben, nach der schönsten Gegend und Straße der Stadt (botanischem Garten). Das westliche Ende dagegen ist nicht von der Straße her sichtbar, indem man den Platz zu benutzen vorzog, um darauf das Gemeinde-SchulhauS, welches im April d. Z. eingeweihet wurde, aufzuführen. Zn genanntem Gebäude haben auch die Synagogendiener ihre Wohnungen. Durch die Pforten deS Schulhauses gelangt man auf einen schonen und geraumigen Vorplatz, der in Zukunft mit Bäumen bepflanzt werden soll. Drei Eingänge führen in den Tempel, der mittlere oder Hauptetngang zu den Herrenplätzen, die beiden andern, zur Linken und Rechten deS Haupteingangs, unmittelbar zu den Damenplätzen. Wenn man in die Vorhalle tritt, welche durch drei Thuren, deren oberer Spiegel auS mattgeschliffenem Glase besteht, von dem eigentlichen Tempel getrennt ist, findet man zur Linken eine geräumige Stube, wo Ueberkleider ,c. :c. abgeliefert werden, da der Tempel im Winter durch unterirdische Wärme- Apparate geheizt wird. Zur Rechten leitet eine Treppe nach der Orgel-Gallerie, vor sich findet man die Armen-Büchse und daS Waschgefaß. Das Wasser dazu wird aus einem Arahnen oberhalb desselben, durch Wasserleitung von außen, geschöpft. Der Tempel selbst, das Schiff, ist durch einen breiten Gang getrennt, auf dessen beiden Seiten die Sitzplätze für die Männer sich befinden. . Am Ende des breiten Ganges ist die erhöhte Tribüne auf welcher sich der »Tora-Tisch" (7N*?P> befindet, auf beiden Seiten desselben sind die Betstühle der Kantoren. Oberhalb deS ToratischeS erhebt sich die Aanzel und, hinter und über diese hervorragend, die heilige Lade. Ueber derselben ist eine Gallerie, von wo auS ein schönes Licht durch ein mehrere Ellen breites und hohes Fenster hereinfließt. Zn gedachtem sonst leerem Räume schwebt die ewige Lampe. Sei der Einweihung, wo jener Raum nur durch das ewige Licht (N^VN 12) erhellt wurde, war diese Parthie von tief ergreifender Wirkung. Oberhalb der heiligen Lade sind die Tafeln lNVN^> mit den zehn Aussprüchen,

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