Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1855)
- Date
- 1855-10-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Rmtdscha». 365 Almoseagelder unterschlagen hätte, oder gar Satt feines geistigen DtundeS, sein materieUeS wucherii ließ, wahrend am Ende herauskommt, paß — ich zittere ob dem Verbrechen, dessen der Mann geziehen wird — nun daß ein paar Israeliten, die bis jetzt in einem Zimmer Zlinja» gemacht haben, einer 7—8 Minuten entfernten größer» Gemeinde, die einen geordneten GoreSdienA und eine ausgezeichnete schule hat, zugewiesen wurden; wie also hier schoa das gewöhnliche Gepolter dieser Leute, die immer „wie aufgeregtes Meer" toben, so recht wieder hervortrat, und sie selbst darin bekanntlich von einem nnvartheiischen CorreSpondentea der Zeitung des JudenthumS aus den Akten der Lüge und VeNäumdung überwiesen wurden: so hat sich jetzt die Quelle, aus der vie Lüge selbst geschöpft wurde, als eine eben so trübe wie erbärmliche herausgestellt. Der 16jährige Sohn des Rabbiners Wetzlar zu Gudensberg bei Hessen-(5affel fitzt nämlich seit länger als 6 Wochen in Untersu lungShaft unter der schweren Anklage, gegen seinen Prinzipal, den Kaufmann David Kann in Landau, bei dem er kaum 4 Monate in der Lehre war, ehrenrührige Placate an den Straßenecken angeheftet and eine Anzeige ähnlichen Znhalrs sogar unter dem falschen Namen teS königlichen Untersuchungsrichters Herrn Werner von dort dem Frankfurter Journal eingesandt, sowie die schamlosesten Briefe mit Zeichnungen versehen, die nur der verworfenste Wollüstling schreiben kann. Bliese, die selbst einem Manne Schamröthe ins Angesicht treiben, wenn er sie nur liest, unter dem falschen Namen der Tochter seines Prinzipals in viele Häuser durch die Post gesandt zu haben, und bei dieser Gelegenheit fand man denn, daß die Quelle auch jenes ZchmahanikelS gegen Herrn Rabbiner Grünebaum eine Erzählung deS alten Wetzlar ist, welcher jene von lÄ,sinnungS-Verwandten, mit denen er verkehrte, vernahm, als er seinen Lohn kurze Zeit nachdem er ihn nach Landau gelyan hatte, besuchte, der Artikel selbst aber — der sich als eine Korrespondenz aus der Pfalz gibt, — in Frankfurt sabrizlrt wurde. Ebenso stellte sich durch die in Beschlag genommene (zorrespoudevz des jungen Menschen heraus, daß man von Seiten der Gesinnungsgenossen deS Herrn Wetzlar zu Frankfurt keinen Anstand genommen hatte, mit diesem Jungen in Korrespondenz zu treten, daß er mit einem andern Jungen, einem Lehrling bei einem Loser in Landau, mit Itameu Herz Rosenblatt, — beide freilich sehr „fromme" ZungenS. denn sie gingen am Sabbath nicht aus, selbst inuerhuld der Festungswerke, ohne ihre Taschentücher um die Hände zu wickeln, — Vie Sache genauer erforsche, und darüber Bericht erstatte. Dies sind die säubern Quellen, aus denen mau einen Lügeubericht schöpfte, durch welchen die Brandfackel der Zwietracht in die Gemeindea deS Rabbiaat?-BezirkS Landau geschleudert «erden sollte und wollte? T-'-O^ZN^ 'N Derselbe Junge hat sich auch ein Geschäft daraus gemacht, das Privatleben des Rabbiners und des Vorstandes bei den eigenen Kindern auSzugattern. So fragte er am neunte» Abh den Knaben des Rabbiners, od der Vater, die Mutter