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Der israelitische Volkslehrer · 1855-10-01 · Heft 10 (Oktober 1855) · page 26

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 10 (Oktober 1855)
Date
1855-10-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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ALZ Recenfionen. H./Verf. gefallen möge, sein Vorwort vor der Veröffentlichung deS Ganzen noch einer Durchsicht zu unterziehen, weil dann doch von dem Eindrucke, den man beim Eingange empfängt, das Urtheil über den Geist oft bedingt ist. Wir wüßten nicht, daß eine ruhigere und klarere Auseinandersetzung der Grundlagen den guten Eindruck schwächen könnte, während die gegenwärtige Form manches Befremdliche darbietet. Wer unsre hohe Verehrung für die bewundernswerten Lei- Hungen deS Herrn Luzzatto kennt, wird den Ausdruck dieser Bedenken, die wir lediglich aus liebender Theilnahme für sein Werk hegen, gewiß nicht als eine Überschreitung der Bescheidenheit auslegen. Wir glauben sogar, daß viele Leser der Vorrede uns beipflichten. Ueber daS Werk selbst späterhin ausführlich. — Libanon. Poetisches Familienbuch, von Ludwig August Krankt. — Zweite Auflage. — Groß octav. S. 337. — Preis, fl. 2. 6. 1855. — (In Partieen bedeutend billiger.) — Wien, Zamarski. Zn Wahrheit ein treffliches Buch! — Der Verfasser, berühmt als Lyriker in weiteren Kreisen, der aber nicht, wie manche Andere, in eitler Ruhmestrunkenheit über die (Kränzen des Judenthums hinaustaumelte, sondern innerhalb derselben sich an dessen unvergänglicher Flora ebenso innig erquickt, als er dieselbe aus dem eigenen Garten seines reichen Gemüthes vermehrt und verschönert, hat sich in dem vorliegenden Sammelwerke die schöne, von der innigsten Pietät zeugende Aufgabe gestellt — wir lassen ihn hierüber (Vorr. VII.) selbst sprechen — „all das zusammenzustellen was die Dichter der gebildeten Nationen zur Verklärung des Judenthums und seiner Millionen Anhänger rythmisch gesungen haben. Heilige Geschichten und historische Begebenheiten. Legenden und Heldenlieder, Hymnen und Elegien, Märtynhum und schöne Menschlichkeit, Gleichnißreden und Sprüche, Parabel und Fabel sollen hier den ewigen Geist des Judenthums spiegeln, in Herzen und Geistern lebendiger leuchten machen." — Und dieses leistet das herrliche Buch in vollem Maße! Man lieSt eS. mit abwechselndem, bald freudigem, bald schmerzlichem, aber immer mit dem gehobenenen Gefühle, ein Jude zu sein! Man legt eS aus der Hand, mit dem heiligen Bewußtsein, ein Buch berührt und seinen Geist in sich aufgenommen zu haben, daö unsere Schmerzen verklärt und unsere Freuden weihet. — Sehr gut ist eS, daß der Verf. sich nicht bloS auf jüd. Dichter

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